Main-Tauber

Wettbewerb des Deutschen Handwerks Herausragende Leistungen der Teilnehmer, auch aus dem Main-Tauber-Kreis, sowie der Ausbildungsbetriebe gewürdigt

Nikita Ligastaev ist zweiter Bundessieger

Im Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks schnitten auch Teilnehmer aus dem Main-Tauber-Kreis wiederum sehr erfolgreich ab. Jetzt was Preisvergabe.

Main-Tauber-Kreis/Pfedelbach. „Qualität ist das Markenzeichen des Deutschen Handwerks“ und „Leistung lohnt sich“. Zwei Begriffe mit denen der Pfedelbacher Bürgermeister Torsten Kunkel die Bedeutung der Handwerksberufe und die Erfolge der Teilnehmer am Bundeswettbewerb des Deutschen Handwerks ins rechte Licht rückte.

Auch in Zeiten der Schnäppchenjägermentalität sah Kunkel große Chancen für die jungen Gehilfen. Mit dem hervorragenden Abschneiden bei den Wettbewerben auf Kammer-, Landes- und Bundesebene hätten die Teilnehmer die erste Tür zum beruflichen Aufstieg erfolgreich geöffnet. „Den Schlüssel zum großen Erfolg haben sie nun alle selbst in der Hand“.

Den Nachwuchs ermutigt

Auch Kammerpräsident Ulrich Bopp ermutigte die Kollegen aus den verschiedensten Handwerksberufen, sich jetzt nicht auf den Lorbeeren auszuruhen, denn dass sich im Handwerk beste Aufstiegschancen bieten, sei seit langem bekannt.

180 000 Handwerksbetriebe suchen in den nächsten Jahren einen Nachfolger, die Chance zum Schritt in die Selbstständigkeit und für den Beginn einer erfolgreichen Karriere im Handwerk sei noch nie zuvor so groß gewesen.

Zur großen Feier mit Überreichung der Urkunden und Pokale trafen sich die erfolgreichen Teilnehmer am Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks in der Pfedelbacher Stadthalle „Nobelgusch“ mit ihren Ausbildern, Freunden und Familienangehörigen.

Als Kammer-, Landes- und Bundessieger erhielten sie von Präsident Ulrich Bopp und dem stellvertretenden Haugeschäftsführer Achim Hofmann die Auszeichnungen überreicht.

„Sie sind die Besten der Besten, die Elite des Handwerks und es ist ganz egal ob Sie dritter, zweiter oder erster Kammer-, Landes- oder Bundessieger geworden sind“. Oft entscheiden ganz minimale Unterschiede, deshalb seien alle Sieger, so der Kammerpräsident.

„Sie haben Ihr Können bewiesen, sich mit anderen gemessen und können selbstbewusst in die Zukunft schauern“. Dies sei nicht nur für jeden persönlich sehr wichtig, sondern auch für das Handwerk. Wie erfolgreich jeder in Zukunft sei, bestimme er selbst.

Die Kammersieger aus dem Main-Tauber-Kreis: Luc Christopher Spachmann, Freudenberg; seine Ausbildung als Elektroniker für Betriebstechnik bekam er bei der Firma Zippe Industrieanlagen in Wertheim. Louis Kraus, Wittighausen; er erlernte den Beruf des Metallbauers, Fachrichtung Konstruktionstechnik, bei der DB Bahnbau-Gruppe, Grünsfeld.

Zweite Landessieger: Simon Deßner, Ahorn; er wurde bei HR Hartmut Ruck Bau in Boxberg zum Maurer ausgebildet. Nataly Spatz aus Stadtprozelten lernte bei der Zahntechnik Jung in Wertheim den Beruf der Zahntechnikerin. Micha Weimer aus Plettenberg wurde bei Wilhelm König Maschinenbau in Wertheim zum Zerspanungsmechaniker ausgebildet.

Erster Landessieger: Johannes Eube aus Igersheim erlernte im Sanitätshaus Schmieg in Bad Mergentheim den Beruf des Orthopädietechnik-Mechanikers.

Zweiter Bundessieger: Nikita Ligastaev aus Alfter. Seine Ausbildung bekam er bei den Firmen Wiegel-Parkett in Bonn und bei der Firma Bembe in Bad Mergentheim.

In Kasachstan geboren

Im Alter von zweieinhalb Jahren kam der in Kasachstan geborenen Nikita nach Deutschland. Nach dem Kindergarten besuchte er in Dortmund die Schule und begann als Fachabiturient ein Maschinenbaustudium. Nach einem Semester wechselte er zur Firma Wiegel-Parkett in Bonn und begann dort eine Lehre zum Parkettleger, die er bei der Bad Mergentheimer Firma Bembe-Parkett abschloss. Unterstützt wurde Ligastaev von Bembe-Ausbildungsleiter Frank Laufer, der mit seinem aufgeschlossenen Schützling sehr zufrieden war. Jetzt überlegt sich der 24-Jährige, wie es beruflich weitergehen soll, denn die Wege zur Meisterschule, zur Weiterbildung zum Techniker oder für ein Hochschulstudium stehen ihm offen. Endgültig entschieden hat sich der junge Geselle und Hobbyfußballer noch nicht, aber weitermachen will er auf jeden Fall.

Präsident Ulrich Bopp nutzte den Ehrungsabend in Pfedelbach auch, um die Leistung der Ausbildungsbetriebe zu würdigen. Aus dem Main-Tauber-Kreis waren dies die Firma Zippe Industrieanlagen, Wertheim, die DB Bahn-Gruppe Grünsfeld, die Baufirma Hartmut Ruck, Boxberg, die Firma Zahntechnik Jung, Wertheim, die Firma Wilhelm König Maschinenbau, Wertheim, das Sanitäshaus Schmieg in Bad Mergentheim und Bembe Parkett in Bad Mergentheim.