Main-Tauber

10. Medienwerkstatt 101 Teilnehmer kamen nach Distelhausen, um sich beim Einsatz von Tablets, Handys, 3-D-Drucker oder im Programmieren weiterzubilden

Offen mit neuer Technik umgehen

Archivartikel

Als vollen Erfolg wertet Ulf Neumann, Leiter des Kreismedienzentrums, die 10. Distelhäuser Medienwerkstatt. 101 Teilnehmer aus dem hiesigen Kreis und der Region waren gekommen.

Main-Tauber-Kreis. Für Lehrer aus Nordbaden und Nordwürttemberg veranstaltet das Kreismedienzentrum in Distelhausen jährlich seine Medienwerkstatt. Auch zum runden Geburtstag hatten Ulf Neumann und sein Team wieder ein attraktives Programm auf die Beine gestellt, das allen Schularten und Altersstufen gerecht wurde. Die absoluten Renner waren „Der Einsatz von Tablets im Unterricht“ und die Angebote des SWR im Rahmen von „Planet Schule“.

„Auch der Vortrag von Brockhaus, dessen Angebote jetzt für Schulen freigeschaltet werden, wurde gut nachgefragt“, so Neumann. „Viele wollen dieses Angebot unbedingt nutzen.“ Habe zu Beginn der Medientage vor zehn Jahren der Umgang mit Technik noch eine erhebliche Rolle gespielt, sei das heute nicht mehr der Fall. „Die Leute, die da sind, gehen offen damit um. Basiswissen vermitteln wir gar nicht mehr“, so Neumann.

Von „Storytelling – Geschichten medial erzählen“ über „Scratch Jr. – Programmieren in der Grundschule“ bis zum „Mobile Device Management – Verwaltung von mobilen Geräten in der Schule“ reichte das vielfältige Angebot. Ganz nebenbei lernten die Teilnehmer das riesige Angebot, die Ausleih- und Fortbildungsmöglichkeiten des Kreismedienzentrums kennen.

Einer neuen Anschaffung widmete sich der Workshop „3-D-Druck an Bildungseinrichtungen“. Das Distelhäuser Medienzentrum hat sich nämlich ein „Makerbot“ angeschafft, das den 3-D-Druck ermöglicht und von Schulen genutzt werden kann. Maximilian Neck erläuterte diese „Technologie der Zukunft“, wie er sie nannte. Von der Idee zum Druck könnten so individuelle Prototypen aus einem auf Maisstärke basierenden Biokunststoff gefertigt werden.

In den USA, so Neck, gebe es in Bildungseinrichtungen mittlerweile schon über 7000 3-D-Drucker, die sowohl Technik als auch Mathematik und Design-Fähigkeiten vermittelten.

Den Teilnehmern erläuterte er die unterschiedliche Software, die auch kostenfreie Lösungen und vorgefertigte Grunddesigns biete, die dann individuell überarbeitet werden. Zudem gebe es unterschiedliche Unterrichtsmaterialien für verschiedene Altersgruppen. Schüler seien regelrecht heiß darauf, den Druck in den Händen zu halten. „Das ist ein tolles Erlebnis“, so Neck.