Main-Tauber

Naturschutzbund Kreisverband Main-Tauber bot eine Fortbildungsveranstaltung zum Thema Balkenmäher und Freischneider an

Praxisnahe Tipps zur Biotop-Pflege

Archivartikel

Main-Tauber-Kreis.Die Landschaft in Deutschland ist größtenteils eine Kulturlandschaft, was bedeutet, dass sie durch die Bewirtschaftung des Menschen stark beeinflusst ist. Durch die im 19. Jahrhundert einsetzende Intensivierung der Bewirtschaftung, die zunehmende Be- und Zersiedlung oder die Schaffung von Infrastruktur wurden und werden immer noch viele Lebensräume zerstört, was einen drastischer Artenschwund verursacht hat. Aus diesen Gründen umfassen die Biotoppflegemaßnahmen der Nabu-Gruppen eine Vielfalt an Aktionen, die dem Schutz und der Pflege der hiesigen Lebensräume in ihrer natürlich und historisch gewachsenen Vielfalt dienen.

Konsequenterweise ist für die meisten im Nabu-Kreisverband Main-Tauber zusammengeschlossenen Naturschutzgruppen die Biotop-Pflege eine der tragenden Säulen ihrer Naturschutzarbeit. Dies bedeutet aber auch Arbeiten mit motorbetriebenen Geräten, vor allem mit Motorkettensäge, Balkenmäher und Freischneider. So war es nur konsequent, dass die Nabu-Aktiven sich konkrete Hilfe vom Bildungswerk einholten, um fachgerechtes Arbeiten mit solchen Geräten zu lernen und Unfällen vorzubeugen.

Im Rahmen eines eineinhalb-tägigen Fortbildungsseminars zum Thema „Arbeiten mit Balkenmäher und Freischneider in der Biotop-Pflege“ informierten Markus Rotzal und Karoline Cremer die Naturschützer über Unfallverhütungsvorschriften bei Biotop-Pflegemaßnahmen und machten sie mit dem Umgang von Balkenmähern und Freischneidegeräten in Theorie und Praxis vertraut. So wurden im Rahmen des Seminars die persönliche Schutzausrüstung, verschiedene Gerätetypen, Schneidwerkzeuge und deren Einsatzbereiche, die Wartung und Pflege von Balkenmähern und Freischneidern im regelmäßigen Einsatz nicht nur besprochen, sondern auf einer geeigneten Fläche der Nabu-Gruppe Lauda auch ausprobiert und angewendet.

Vor allem bei der Wartung und Pflege der Maschinen und bei der Bedienung der verschiedenen Werkzeuge konnten die Kursleiter immer wieder praxisnahe, nützliche Tipps geben. Alle Beteiligten, die in ihren Ortsgruppen natürlich als Multiplikatoren tätig werden, waren sich am Ende der Veranstaltung einig, dass das Fortbildungsseminar einen wesentlichen Beitrag zum fachgerechteren Arbeiten mit solchen Geräten und zur Vorbeugung von Unfällen geleistet hat. misa