Main-Tauber

Nachruf Schwester Maria Assumpta gestorben

Segensreiches Wirken

Archivartikel

Tauberbischofsheim.Im 90. Lebensjahr ist Schwester Maria Assumpta Schilling, Benediktinerin von der Heiligen Lioba, am 21. Juni gestorben. Viele Tauberbischofsheimer kennen sie von ihrem engagierten Wirken in der Lioba-stadt Tauberbischofsheim.

Bereits in den 50er Jahren war sie als Jugendreferentin des BDKJ an der Bezirksstelle für Seelsorgehilfe hier tätig. Ab 1963 wurde sie im Konvent in Mannheim als Heimerzieherin eingesetzt, bevor sie 1976 über 20 Jahre als Werklehrerin an der Fachschule für Sozialpädagogik St. Lioba viele Menschen für den Beruf der Erzieherin begeisterte.

Mit ihrem kreativen Schaffen und ihren Gaben für Farben und Gestaltung hinterließ sie an jeder Wirkungsstätte sichtbare Spuren. Sie wohnte mit ihren Mitschwestern im Klösterle neben der Stadtkirche St. Martin und besorgte „nebenbei“ als Sakristanin in der Sebastianuskapelle den Blumenschmuck. Viele bedauerten es, als sie 1996 die dringliche Anfrage aus dem Mutterhaus in Freiburg erreichte: Aus der geplanten Gründungsgruppe des Konvents in Petersberg bei der Grabkapelle der Heilige Lioba war krankheitsbedingt plötzlich eine Schwester ausgefallen, so sprang sie ein und begann als Verantwortliche den Aufbau der Cella St. Lioba. Die dortigen Renovierungsarbeiten von Kirche und altem Pfarrhaus hatte sie intensiv begleitet und dabei all ihre Gaben, ihr Wissen, ihre Erfahrung und Energie zum Gelingen des Werks beigetragen. Viele Tauberbischofsheimer, die sie in Fulda auf dem Petersberg besuchten, schätzten diese Begegnungen.

Im April 2019 musste sie krankheitsbedingt zurück ins Mutterhaus nach Freiburg und zog in den Wohnbereich St. Scholastika ein. Am 21. Juni erhielt sie noch die Krankensalbung und ging im Frieden heim. Die Eucharistiefeier ist am Donnerstag, 27. Juni, um 10.15 Uhr im Kloster St. Lioba, anschließend Beerdigung auf dem Klosterfriedhof. bk