Main-Tauber

Jugendhilfeausschuss

Soziale Gruppenarbeit

Main-Tauber-Kreis.Zwei neue Angebote im Rahmen der Sozialen Gruppenarbeit werden an den Schulen in Boxberg und Niederstetten eingerichtet. Das beschloss der Jugendhilfeausschuss in seiner Sitzung am Mittwoch. Die Soziale Gruppenarbeit ist eine ambulante erzieherische Hilfe für Kinder und Jugendliche und wird derzeit entlang der Tauberachse in Wertheim, Tauberbischofsheim, Lauda-Königshofen und Bad Mergentheim angeboten. Auf Antrag der SPD-Fraktion wird sie nun in den mittleren und südlichen Kreis ausgeweitet.

Jugendamtsleiter Martin Frankenstein stellte das Konzept vor. In Boxberg und Niederstetten sollen sechs bis acht Kinder im Grundschulalter an zwei bis drei Wochentagen für ein bis maximal zwei Schuljahre das Angebot nutzen. Es beinhaltet neben der Hausaufgabenbetreuung Gruppenaktivitäten und Elternarbeit. Die Soziale Gruppenarbeit ist an die Schulen angegliedert.

Ute Schindler-Neidlein (SPD) sieht in diesem Angebot gerade wegen der Ansiedlung an den Schulen „ganz viele Chancen“. Manfred Schaffert (CDU) forderte eine Evaluierung nach einem Jahr. Bei vermehrter Ganztagsschulbetreuung und Schulsoziapädagogen frage er sich, in welchem Maße es überhaupt ergänzende Angebote der Jugendhilfe geben müsse. Werner Fritz erläuterte, dass es zwar Aufgabe der Schulen sei, erzieherisch tätig zu werden, ihnen aber häufig die sozialpädagogische Kompetenz fehle.

Der Jugendhilfeausschuss stimmte mit Aufnahme des Punkts Evaluierung der Einrichtung der beiden Gruppen zu. hvb