Main-Tauber

Barrierefreie Bushaltestellen Senioren und Menschen mit Behinderung sollen leichter ein- und aussteigen

Start für auf acht Jahre geplanten Ausbau ist 2019

Archivartikel

Main-Tauber-Kreis.Das Personenbeförderungsgesetz gilt bundesweit und sieht barrierefreie Bushaltestellen bis zum 1. Januar 2022 vor. Vor diesem Hintergrund hat die Landkreisverwaltung diese Vorgabe in ihrem Nahverkehrsplan zwar berücksichtigt, jedoch festgestellt, dass die vollständige Barrierefreiheit bei 101 Bushaltestellen an Kreisstraßen nicht komplett zu bewältigen ist. Davon sind 64 jedoch mit speziellen Busborden und Blindenleitlinien barrierefrei auszubauen.

Die Arbeiten sollen im kommenden Jahr beginnen und bis 2026 andauern, wobei die Haltestellen nach und nach ausgebaut werden. Die Planungs- und Baukosten belaufen sich auf rund 2,8 Millionen Euro, wobei der Kreisanteil bei rund 1,23 Millionen Euro liegt. Bei einer Verteilung auf acht Jahre wären das 154 000 Euro im Jahr. Auch die Gemeinden haben, je nach Ausbau der Bushaltstellen auf ihrer Gemarkung, Eigenanteile zu leisten.

Manfred Schaffert (CDU) begrüßte den Ausbau bei der jüngsten Kreistagssitzung vor dem Hintergrund der wachsenden Zahl von Menschen mit Behinderung unter dem Aspekt der Teilhabe.

Elmar Haas (Freie Wählervereinigung ) mahnte an, dass es sich beim Ausbau der Bushaltestellen wieder einmal um eine vom Bund ausgehende Regelung handle. Eigentlich müsse hier das Konnexitätsprinzip greifen, nach dem derjenige, der bestellt, dies auch bezahlt. Letztlich wurde der Ausbau barrierefreier Bushaltestellen aber einhellig beschlossen. hvb