Main-Tauber

Polizei warnt Betrüger waren mit Enkel-Trick und als falsche Polizisten im Kreis aktiv

Unterschiedlichste Lügen aufgetischt

Archivartikel

Main-Tauber-Kreis.Betrüger hatten es am Montag und Dienstag auf den Main-Tauber-Kreis abgesehen. Mit unterschiedlichsten Maschen versuchten sie, Bürger um ihr Geld zu bringen. Die Polizei warnt daher vor den unterschiedlichen Vorgehensweisen der Lügner.

Berühmt berüchtigt ist beispielsweise der sogenannte „Enkel-Trick“. Bei diesem wollen sich Betrüger als vermeintliche Verwandte das Vertrauen älterer Personen erschleichen und diese um Geld bitten. Die Lage wird meist äußerst dringlich dargestellt und die Betroffenen durch wiederholte Anrufe unter Druck gesetzt. Am Montag erhielten vier Wertheimer einen solchen Anruf. Richtigerweise blieben die Angerufenen skeptisch und gingen nicht auf die Geschichten der Betrüger ein, sondern legten auf. Damit machten sie alles richtig.

Auch „falsche Polizeibeamte“ trieben am Montag ihr Unwesen. Zwei Wertheimerinnen erhielten Anrufe, in denen sich Betrüger als angebliche Polizisten ausgaben, die vor einem Einbruch warnten. In einem weiteren Gespräch kündigten die Unbekannten dann an, bei den Angerufenen persönlich zu erscheinen. Die Wertheimerinnen verständigten umgehend die richtige Polizei und ließen sich nicht auf die Tricks der Betrüger ein.

Schließlich kam es am Dienstag noch zu einem Erpressungsversuch. Eine Frau in Bad Mergentheim erhielt eine E-Mail, in der ein ihr unbekannter Absender vorgab, sie per Webcam beim Besuch schmutziger Seiten gefilmt zu haben. Der Unbekannte drohte damit, das angebliche Video an alle Kontakte der Frau zu schicken, wenn sie keine Überweisung an den Erpresser tätigt.

Die Frau ging nicht darauf ein und brachte den Vorfall zur Anzeige. Bei der Betrugsmasche schicken Betrüger wahllos E-Mails mit erpresserischem Inhalt an Massen von E-Mail-Adressen, oftmals ohne dass ein Film der Betroffenen existiert.

Grundsätzlich rät die Polizei bei Anrufen oder E-Mails zu Misstrauen, bei denen sich die Person nicht selbst mit Namen vorstellt, sie finanzielle Verhältnisse erfragt oder Geld fordert.

„Überweisen oder übergeben Sie in diesem Zusammenhang niemals Geld an unbekannte Personen. Sollte Ihnen ein Anruf verdächtig erscheinen, verständigen Sie umgehend die Polizei über 110“, rät die Polizei.