Main-Tauber

Angebot Netzwerk Kinderschutz und Frühe Hilfen hat viel erreicht

Von Geburt an Hilfe leisten

Main-Tauber-Kreis.Prävention lautet das Gebot der Stunde, wenn es um die Unterstützung von Schwangeren und jungen Familien geht. Das Netzwerk Kinderschutz und Frühe Hilfen hat seit seiner Gründung vor sechs Jahren bereits ein breites Spektrum auf den Weg gebracht. Die finanzielle Ausstattung der vom Bund seit Jahresbeginn dauerhaft eingerichteten Stiftung Frühe Hilfen macht dies möglich. 51 Millionen Euro stehen bundesweit pro Jahr zur Verfügung.

Jutta Melzer vom Jugendamt stellte die zahlreichen Angebote vor. Seit Herbst 2014 seien 3500 Willkommenspakete mit Informationen und einem kleinem Geschenk an die Eltern Neugeborener verteilt worden. Im Juli hätten die ersten acht Familienbesucher ihre Schulung abgeschlossen und seien nun im Einsatz.

Im Raum Wertheim gebe es mit „wellcome“ eine praktische Unterstützung für die Zeit nach der Geburt. Im vergangenen Jahr haben zehn Ehrenamtliche sechs Familien mit Kindern bis zum ersten Lebensjahr über zwei bis drei Monate mit insgesamt 217 Einsatzstunden unterstützt. Koordiniert werden die Einsätze vom Diakonischen Werk Main-Tauber-Kreis.

Die Familienpaten gibt es seit Februar 2015. Sie unterstützen und entlasten Familien mit Kindern im Alter von null bis drei Jahren im Alltag. 14 ehrenamtliche Familienpaten sind landkreisweit im Einsatz und haben im vergangenen Jahr 16 Familien betreut. Caritas und Diakonie koordinieren die Einsätze.

Im Rahmen von „Kind im Mittelpunkt“ (KiM) werden derzeit acht schwangere Frauen und Mütter mit Kindern bis zum zweiten Lebensjahr im südlichen Landkreis betreut. Träger ist der Caritasverband im Tauberkreis.

Auch die Familienhebamme und ihr Pendant, die Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin, haben gut zu tun. Ihre Hilfe bei familiären Problemen und im Umgang Neugeborenen werde dankbar angenommen.

Abschließend präsentierte Melzer neue und überarbeitete Flyer, informierte über die netzwerkinterne Fortbildung „Posttraumatische Belastungsstörung im Kindes- und Jugendalter“ mit über 30 Teilnehmern in der Kitzbergklinik, die intensive Zusammenarbeit mit Vertretern aus dem Gesundheitswesen und stellte das Projekt „Babylotsin“im Caritas-Krankenhaus vor. hvb