Main-Tauber

Schweinepest Verwahrstellen werden im Kreis eingerichtet

Vorbereitung für den Ernstfall

Archivartikel

Main-Tauber-Kreis.Wegen des drohenden Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest (ASP) hat der Kreistag am Mittwoch außerplanmäßigen Ausgaben in Höhe von 480 000 Euro zugestimmt.

Die Mehrkosten entstehen durch die Einrichtung von insgesamt elf so genannte Verwahrstellen im Kreisgebiet. Diese dienen im Fall eines möglichen ASP-Ausbruchs zur Sammlung von verendeten oder erlegten Wildschweinen und Tierkörpern.

Im Kreis befinden sich bereits elf Wildsammelstellen. Die Standorte sollen in Zukunft auch als Verwahrstellen genutzt werden. Allerdings ist zuvor eine technische Aufrüstung notwendig.

Kühlzellen zur Lagerung

Kernstück der Verwahrstellen sind Kühlzellen, in denen Sammelbehälter zur Aufbewahrung von Tierkadavern untergebracht sind. Zusätzlich müssen für den Krisenfall Edelstahlcontainer für die Unterbringung von ganzen Tierkörpern zur Verfügung stehen.

Die Einrichtung einer Verwahrstelle kostet laut Dezernent Werner Rüger samt durchschnittlich rund 46 000 Euro. Lediglich in Niederstetten fallen die Kosten niedriger aus (20 000 Euro), da die Verwahrstelle dort bereits weitgehend den seuchenhygienischen Bedingungen entspricht.

Damit kommen auf den Landkreis Kosten in Höhe von insgesamt 480 000 Euro zu, von denen rund 220 000 Euro durch das Land erstattet werden.

Überplanmäßige Ausgaben in Höhe von rund 176 000 Euro genehmigte der Kreistag auch im Bereich des Straßenbauamts. Die Mehrkosten entstanden laut Dezernent Benjamin Schneider unter anderem durch höhere Kosten für den Winterdienst und einen durch das Land erhöhten Kostenanteil des Kreises.

Zusätzliche Kosten für den Kreis, die nicht eingeplant waren gab es außerdem im Bereich „Mietbudgets“. Hier genehmigte der Kreistag zusätzliche Aufwendungen in Höhe von rund 160 000 Euro. gf