Main-Tauber

Kommunaler Landschaftspflegeverband Landwirte, Naturschutzvereine und Privatpersonen sind Auftragnehmer des Vereins

Wertvoller Beitrag zur Artenvielfalt

Archivartikel

Main-Tauber-Kreis.Der Kommunale Landschaftspflegeverband Main-Tauber (KLPV) wurde im September 1999 als Verein gegründet und blickt nunmehr auf 20 Jahre erfolgreiche Landschaftspflege- und Naturschutzarbeit im Main-Tauber Kreis zurück.

„Der Main-Tauber-Kreis zeichnet sich durch einen ganz besonderen Artenreichtum aus. Zum Beispiel kommt der Zahnflügelbläuling in Baden-Württemberg ausschließlich im Main-Tauber-Kreis vor und breitet sich dank verschiedener Pflegeaktivitäten weiter aus“, erklärte Landrat Reinhard Frank als Vorsitzender des Verbands.

Auch andere seltene und gefährdete Arten haben sich dank der Pflegeaktivitäten des KLPV ausgebreitet. Diese Arten sind auf die trocken-heißen Bedingungen und die offene Vegetation angewiesen, wie sie an den Trockenhängen im Main-Tauber-Kreis herrschen. Hierzu zählen beispielsweise der Libellen- und der Langfühler-Schmetterlingshaft, die Italienische Schönschrecke, der Lothringer Lein und das Federgras. Der Verband kümmert sich um die Pflege der Kultur- und Erholungslandschaft im Main-Tauber-Kreis. In den Jahren 2000 bis 2018 sind über den KLPV 6,2 Millionen Euro in die Pflege der Landschaft geflossen.

Noch nicht darin enthalten sind die Landschaftspflege über LPR-Verträge und weitere Maßnahmen aus dem Kreispflegeprogramm. Werden diese Maßnahmen mit dazu gerechnet, so wurden allein im vergangenen Jahr 1800 Hektar von rund 200 Aufragnehmern gepflegt. Darunter sind hauptsächlich Landwirte, aber auch Naturschutzvereine und Privatpersonen, an die hierfür im vergangenen Jahr insgesamt etwa 1,2 Millionen Euro ausgezahlt wurden.

Im Anschluss an die kürzlich abgehaltene Mitgliederversammlung in Weikersheim wurde eine Exkursion mit dem „Gelben Wagen“ zu Pflegeflächen auf der Gemarkung Markelsheim unternommen. Es wurde unter anderem eine so genannte FFH-Mähwiese besichtigt. Dabei bestaunten die Teilnehmer den enormen Blütenreichtum und die vielen Schmetterlinge und anderen Insekten.

Beeindruckt waren sie auch von der Kraft und Wendigkeit einer kleinen ferngesteuerten Mähraupe, die ihnen von Joachim Klein vom örtlichen Maschinenring in einer Vorführung gezeigt wurde. Informationen über die Arbeit des kommunalen Landschaftspflegeverbandes gibt es unter www.klpv-main-tauber.de.