Main-Tauber

DRK-Kreisverband Tätigkeitsberichte gaben Überblick über das breite Arbeitsspektrum

Zahl der Einsätze hat zugenommen

Main-Tauber-Kreis.Tätigkeitsberichte nahmen in der Versammlung des DRK-Kreisverbandes Tauberbischofsheim breiten Raum ein. Es referierten der Kreisgeschäftsführerin Manuela Grau, der Kreisbereitschaftsleitung Manuela Döhner und Marco Genise, der Kreissozialleiterin Herta Wolf und der Kreisjugendleitung Elisa Scheuerlein und Julian Geiger.

Rettungsdienst

Der Rettungsdienst hatte im vergangenen Jahr 15 588 Einsätze, so Kreisgeschäftsführerin Grau. Während die Einsatzzahlen im Bereich der Notfallrettung weiter angestiegen sind, sind die Zahlen im Krankentransport um 357 Einsätze zurückgegangen.

Im Jahr 2017 wurden drei Rettungsassistenten im Rahmen der Ergänzungsprüfung an der DRK-Landesschule zum Notfallsanitäter weiterqualifiziert. Für dieses Jahr ist eine Weiterqualifizierung von sechs weiteren Rettungsassistenten geplant. An der DRK-Landesschule wurden neun Rettungssanitäter ausgebildet. Zusätzlich zu diesen konnten über den kreisverbandsinternen Rettungshelferlehrgang einige ehrenamtliche Helfer für eine hauptamtliche Tätigkeit im Rettungsdienst gewonnen und weiterqualifiziert werden. Im Jahr 2017 wurden keine neuen Rettungsmittel beschafft. Allerdings wurde mit der Planung der Ersatzbeschaffung für zwei neue Rettungswagen begonnen.

Ausbildung

In der Abteilung Ausbildung wurden im vergangenen Jahr 404 Lehrgänge durchgeführt – 250 davon im Bereich der Breitenausbildung mit 3407 Teilnehmern. Wie auch in den Jahren zuvor, konnte eine Steigerung der Lehrgangszahlen im Bereich der Breitenausbildung erreicht werden. Die restlichen Lehrgänge (154 Kurse mit 1676 Teilnehmern) unterteilten sich in gruppenspezifische Seminare.

Um auch weiterhin Sanitätsdienste mit geschultem Personal betreuen zu können, bedarf es einer ständigen Aus- und Fortbildung von neuen und bestehenden Sanitätshelfern. Von Januar bis März 2017 konnte ein eigener Rettungshelferlehrgang im Kreisverband durchgeführt werden. 13 neue Rettungshelfer stehen nun den Bereichen Katastrophenschutz und Rettungsdienst zur Verfügung. Die 13 Helfer-vor-Ort-Gruppen wurden im vergangenen Jahr zu 232 Einsätzen gerufen. Die Betreuung der Helfer-vor-Ort-Gruppen gestaltete sich als eine notwendige und arbeitsintensive Aufgabe.

Pflegeteam der Sozialstation

Das Pflegeteam der Sozialstation ist sehr erfolgreich unterwegs und betreut Kunden in pflegerischen, hauswirtschaftlichen und betreuenden Tätigkeiten durch rund 52 000 Hausbesuche. Der MDK benotete die Arbeit mit der Note „Sehr gut“. Vom DRK-Landesverband wurde der Sozialstation das Qualitätssiegel verliehen.

Auch im Bereich der Hausnotrufteilnehmer wurde Erfreuliches berichtet. 94 Kunden konnten neu aufgenommen werden. Die sozialen Fahrdienste wurden zum 31. Juli 2017 eingestellt.

Beim Essen auf Rädern konnte die Anzahl der ausgefahrenen Mahlzeiten, trotz Rückgang der Kundenzahlen, auf hohem Niveau gehalten werden.

Gesundheitsprogramme

Im Bereich der DRK-Gesundheitsprogramme ließen sich nahezu 450 Teilnehmer im Alter von 55 bis 90 Jahren von den 25 Übungsleiterinnen mit viel Spaß an der Teilnahme, bewegen. Die Übungsleiterinnen engagieren sich hierbei nicht nur in sportlicher Hinsicht, sondern sie organisieren auch kleine Feierlichkeiten innerhalb der Gruppe. Die DRK-Gymnastikgruppe 60+ umfasst 33 Gruppen mit 23 Übungsleiterinnen – die DRK Tanzgruppe zwei Gruppen mit zwei Übungsleiterinnen.

Im Bereich Gedächtnistraining konnten im vergangenen Jahr in Tauberbischofsheim und Külsheim vier Kurse mit 43 Teilnehmern durchgeführt werden. Im Jahr 2017 wurde das ElBa-Kursprogramm für Eltern und Babys im ersten Lebensjahr, erfolgreich fortgesetzt. An den Standorten Tauberbischofsheim und Wertheim konnten wieder gut besuchte Kurse angeboten werden.

Migrations- und Suchdienste

Die Fallzahlen der Migrations- und Suchdienste sind 2017 wieder gestiegen. Es wurden 226 junge Menschen aus 32 Ländern beraten und zum größten Teil auch intensiv begleitet. Der größte Anteil der Klienten kam im vergangenen Jahr aus Syrien (87 Personen) und die zweitgrößte Gruppe (20 Personen) aus Somalia.

Die Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer (MBE) hatte im Jahr 2017 insgesamt 606 Klienten – das entspricht einem Zuwachs gegenüber des Vorjahres um 10,24 Prozent.

Im Jahr 2017 gab es 639 Anfragen an den Suchdienst des DRK. Um den Bedürfnissen der Klienten gerechter zu werden, sollen 2018 feste Sprechzeiten in Bad Mergentheim und Lauda-Königshofen angeboten werden. Auch eine Ausweitung der Sprechzeiten in Wertheim ist vorgesehen.

Im Kreisverband Tauberbischofsheim wurden im Jahr 2017 von den 19 Ortsvereinen/Bereitschaften bei Sanitätsdiensten und bei diversen Veranstaltungen wie Blutspenderterminen, 44 628 Arbeitsstunden geleistet.

Ortsvereine und Helfer-vor-Ort

Im letzten Jahr wurden die Ortsvereine Lauda und Königshofen-Unterbalbach zum Ortsverein Lauda-Königshofen zusammengeschlossen. Die 13 Helfer Vor-Ort-Gruppen wurden zu insgesamt 232 Einsätzen gerufen.

Im Bereich Katastrophenschutz haben drei Helfer im letzten Jahr die Gruppenführerausbildung abgeschlossen. Die Mitglieder der Einsatzeinheiten wurden zu drei Einsätzen alarmiert. Das Kreisauskunftsbüro hatte 2017 keine Einsätze.

Kreissozialleitung

Mit der Wahl der Kreissozialleitung wurde die Stelle im Juni 2017 erstmals seit 30 Jahren durch Herta Wolf wieder besetzt. In den ersten sechs Monaten wurden zunächst die Ortssozialleiterinnen und Ortssozialleiter in sechs der 19 Ortsvereine benannt.

In den Rotkreuzläden Wertheim und Tauberbischofsheim leisteten die vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter 1 096 Arbeitsstunden. An den 40 Ausgabetagen wurden rund 1725 Kleidungsstücke an Bedürftige ausgegeben.

Im November 2017 wurde das Sozialkaufhaus „Jacke wie Hose“ in der Kreisgeschäftsstelle Tauberbischofsheim eröffnet.

Jugendrotkreuz

Das Jugendrotkreuz im Kreisverband Tauberbischofsheim umfasst aktuell 14 Gruppen und leistete im Jahr 2017 bei verschiedenen Aktionen 5467 Einsatzstunden. Für das Jahr 2018 ist die Gründung einer Gruppe in Grünsfeld geplant. ubü