Mosbach

Johannes-Diakonie Fachschule für Sozialwesen verabschiedete Absolventen im „fideljo“ in Mosbach

Assistenz braucht gut ausgebildete Fachkräfte

Archivartikel

Mosbach.„Hep, Hep, hurra!” hieß es im Kultur- und Begegnungszentrum „fideljo“. Mit diesen Worten beglückwünschte die Leiterin der Fachschule für Sozialwesen, Birgit Thoma, 42 Heilerziehungspfleger (HEP), die ihre Ausbildung erfolgreich beendet haben.

In die Glückwünsche eingeschlossen waren 18 junge Heilerziehungsassistenten sowie sieben geprüfte Fachkräfte für Arbeit und Berufsförderung, die bei der Absolventenfeier im voll besetzten Eventbereich ihre Zeugnisse erhielten. Zwei Absolventinnen, nämlich Jessica Frank und Anna-Lena Gärtner, durften sich sogar über die Traumnote 1,0 freuen. Die Fachschule für Sozialwesen gehört zur Bildungs-Akademie der Johannes-Diakonie Mosbach und hat ihren Sitz in Neckarbischofsheim.

Ihre Lobrede auf die Absolventen brachte Thoma in launigen Reimen vor und erntete bei den Absolventen, aber auch bei deren zahlreich erschienenen Angehörigen, Freunden und bei den Lehrkräften der Schule manchen Lacherfolg.

Bei allen Veränderungen, die das Berufsbild seit den 1950er Jahren durchgemacht habe, sei auch in Zukunft klar: Die Assistenz für Menschen mit Behinderung verlangt nach gut ausgebildeten Fachkräften. Diesen stünden viele Möglichkeiten und Einsatzorte offen, von Werkstätten für behinderte Menschen und betreutem Wohnen bis hin zu individueller Begleitung.

Zuvor hatte der Pädagogische Vorstand der Johannes-Diakonie, Jörg Huber, die Absolventen zu ihrem Abschluss beglückwünscht. Zwar sei die Behindertenhilfe derzeit unter anderem durch das Bundesteilhabegesetz von vielen Veränderungen geprägt. Doch gerade beim Aufbau neuer gemeindenaher Unterstützungsangebote würden Fachkräfte gebraucht.

Die Leiterin der Bildungs-Akademie, Kerstin Wolff, rief den Absolventen ihre Bedeutung für die Menschen mit Behinderung, aber auch für deren Angehörige ins Bewusstsein. Denn durch ihre Ausbildung hätten sie gelernt, diesen den Blick für Chancen und Möglichkeiten zu öffnen und eine Stütze im Alltag zu sein.

Für die Mitarbeitervertretung der Johannes-Diakonie sprach Mario Jung ein Grußwort. Er begrüßte insbesondere die Absolventen, die künftig für die Johannes-Diakonie arbeiten werden.

Dass junge Menschen neben dem Beruf auch als Staatsbürger eine besondere Verantwortung tragen, machte Pfarrer Richard Lallathin deutlich, indem er in seiner Ansprache auf die zurückliegenden Feiern zum Holocaust-Gedenken verwies. Der Abend schloss mit einem Buffet. Musikalisch verlieh die Band „Recharged“ der Feier einen passenden rockigen Unterton.

Die Absolventen

Heilerziehungspflege: Christian Bernau, Celine Bianchi, Evgheni Bilschi, Karlotta Böhrs, Julia Böllinger, Marc Braner, Celina Braus, Tim Brechtel, Max Brucksch, Tamara Capakovic, Martin Deck, Jasmin Denniger, Laura Eck, Jessica Filsinger, Frank Fletterer, Jessica Frank, Anna-Lena Gärtner, Jessica Genio, Pascal Glücker, Jonas Hammel, Jonathan Hellweg, Anna-Lena Herrmann, Lisa Jacquemien, Nick Kellerhals, Katarina Klein, Paul Kleinke, Lisa Koranda, Nadine Monniger, Melina Motz, Alexander Schäfer, Lea Schäfer, Sabrina Seidel, Christopher Selbert, Claudius Steins, Lena Strauß, Cansu Tasdemir, Kathrin Wach, Angela Wagner, Sebastian Wagner, Marlene Wiersch, Tamara Ziegler und Miriam Zimmermann.

Heilerziehungsassistenz: Güler Bana, Janine Buchardt, Tobias Czemmel, Aylin Dölen, Natascha Fendrich, Sabine Frömmel, Benedikt Gebert, Lena Haselberger, Daniela Heinrich, Abigail Heuss, Fiureta Kadrija, Julia Kaiser, Maximilian Lutz, Leo Methner, Jennifer Mock, Laura Mutter, Alessandro Ries und Milena Theodoridis.

Geprüfte Fachkraft für Arbeits- und Berufsförderung: Claudio Carusotto, Heiko Frey, Jacqueline Matthews, Heike Riess, Bianca Tölken, Martin Weber und Simon Zimmermann.