Mosbach

Silvesternacht 128 Einsätze im Einzugsgebiet des Polizeipräsidiums Heilbronn

Brände verursachen hohen Sachschaden

Archivartikel

Neckar-Odenwald-Kreis.Stundenlang haben Einsatzkräfte der Feuerwehren Mosbach, Neckarelz-Diedesheim, Haßmersheim, Hochhausen und Neckarmühlbach am Silvesterabend einen Brand auf dem Gelände des Recyclingbetriebs Fessner in Haßmersheim gelöscht. Verletzt wurde niemand. Der Schaden ist mit rund 250 000 Euro beträchtlich, hätte jedoch ohne das schnelle Eingreifen der Feuerwehren noch deutlich höher ausfallen können.

Nachdem gegen 19.10 Uhr mehrere Notrufe bei Polizei und Feuerwehr eingegangen waren, eilten die Einsatzkräfte in die Götzstraße. Dort war auf dem Firmengelände ein Stapel mit gepressten Plastiksäcken in Brand geraten. Die Flammen griffen auf das angrenzende Lagergebäude über und beschädigten die Fassade und das Vordach. Durch den Löscheinsatz gelang es den Einsatzkräften, ein Übergreifen des Feuers auf die in dem Gebäude gelagerten Stoff- und Kleiderreste zu verhindern. Zwischenzeitlich war auch die Werksfeuerwehr Vogelsang des nahegelegenen Unternehmens Motip Dupli ausgerückt, um den Schutz der eigenen Betriebsgebäude zu erhöhen.

Gegen 22.15 Uhr war der Brand schließlich unter Kontrolle. Die Ursache für das Feuer ist noch unklar. Möglicherweise waren Feuerwerkskörper der Auslöser. Nach Angaben mehrerer Zeugen hatten kurze Zeit vor dem Brand mehrere Personen in der Nähe des Firmengeländes mit Feuerwerkskörpern hantiert. Hinweise dazu nimmt das Polizeirevier Mosbach, Telefon 06261/8090, entgegen.

Kurz nach Mitternacht waren die Einsatzkräfte der Feuerwehren Mosbach und Neckarelz-Diedesheim ein weiteres Mal gefordert: Gegen 0.10 Uhr war in der Zwingenburger Straße in Mosbach vermutlich eine Feuerwerksrakete durch ein geöffnetes Dachfenster in ein Kinderzimmer geflogen und hatte die Dachgeschosswohnung in Brand gesetzt.

Alle Bewohner brachten sich rechtzeitig in Sicherheit und kamen kurzfristig in der Waldsteige-Grundschule unter. Ihre Wohnung ist im Moment nicht bewohnbar. Ersten Schätzungen zufolge beläuft sich der Sachschaden auf rund 155 000 Euro. Neben den 45 an den Löscharbeiten beteiligten Feuerwehrleuten waren acht Mitarbeiter des Rettungsdienstes und sechs Polizeibeamte vor Ort.

Zahlreiche Anzeigen

In der Silvesternacht und am Neujahrsmorgen gingen im Einzugsgebiet des Polizeipräsidiums Heilbronn 128 Notruf ein. Dabei handelte es sich überwiegend um alltägliche Polizeiarbeit, wie Streitigkeiten, die zum Teil in Körperverletzungen mündeten, randalierende Personen und nach 2 Uhr am Neujahrsmorgen mehr als 20 Anzeigen wegen Ruhestörung.

Bei 45 Unfällen zwischen Mitternacht und 6 Uhr wurden acht Menschen verletzt. Auf der Landesstraße bei Ittlingen starb ein 21-jähriger Fußgänger, der von einem Autofahrer erfasst worden war.