Mosbach

Rettungshundeführer Intensive Aus- und Weiterbildung ist nötig

Ein ehrenamtlicher Job mit hoher Verantwortung

Archivartikel

Mosbach.Hauptnutzer und Gesellschafter des „Training Center Retten und Helfen“ in Mosbach ist der Bundesverband Rettungshunde (BRH). Dieser widmet sich seit seiner Gründung im Jahr 1976 dem Ziel, die Stärke der regionalen Staffeln in einer Dachorganisation zu bündeln.

Mischlingshunde im Einsatz

80 Prozent der Hunde sind für die Flächensuche ausgebildet, daneben gibt es spezielle Trümmersucher und „Mantrailer“, also Fährtenspürhunde, die bei der Vermisstensuche eingesetzt werden. Die Hundeführer arbeiten ehrenamtlich, bekommen also kein Geld für ihre Einsätze. Lediglich Transportkosten und Unterkunft bei Einsätzen werden erstattet.

Prozentual gesehen sind die meisten eingesetzten Hunde Mischlinge; unter den Hundeführern sind mehr Frauen als Männer, berichtet Raphael Niggl vom TCRH.

Zu den primären Aufgaben des BRH zählen die Entwicklung und die kontinuierliche Verbesserung gemeinsamer Ausbildungs- und Einsatzrichtlinien für alle am Einsatz beteiligten Kräfte.

Dazu zählen die Hundeführer mit ihren Hunden ebenso wie Einsatzhelfer und Gruppen- und Zugführer. Diese Richtlinien gelten für Rettungshundestaffeln an der Nordseeküste gleichermaßen wie für Staffeln im Mittelgebirge.

Die erfolgreiche Ausbildung eines Rettungshundes erfordert grundlegende Kenntnisse in der Hundeausbildung sowie Erfahrung und Wissen in der Rettungshundearbeit. Daher legt der BRH großen Wert auf die intensive Aus- und Weiterbildung seiner zertifizierten Ausbilder und jedes einzelnen Hundeführers. In Seminaren und Workshops vermitteln Mitarbeiter des Referats „Ausbildung“ sowie externe Referenten dieses Know-how. Die ständige Berücksichtigung höchster Standards und moderner Erkenntnisse bildet die Grundlage für diesen Wissenstransfer in die einzelnen Staffeln.

Bevor ein Rettungshundeteam einsatzfähig wird, durchläuft es eine Reihe von Prüfungen. Mindestens einmal pro Jahr folgt eine Wiederholungsprüfung.

Die Überprüfung der Leistungsfähigkeit der Mensch-Hunde-Teams sowie aller Einsatzkräfte ist ein wichtiger Bestandteil der Verbandsarbeit. Nicht zuletzt trägt der Verband dafür Sorge, dass die hohe Ausbildungs- und Einsatzqualität seiner Staffeln den anfordernden Stellen und Behörden bekannt gemacht wird. In einigen Bundesländern sind BRH-Staffeln daher in den Katastrophenschutz integriert. Eine wichtige Aufgabe in den letzten Jahren war der Aufbau eines hochqualifizierten Auslandskaders für internationale Einsätze. sab/tcrh