Mosbach

Johannes-Diakonie Mosbach Beim ersten Odenwaldcup traten Spieler mit und ohne Behinderung im Elzstadion an

Ein Fußball-Turnier mit Strahlkraft in die Region

Archivartikel

Mosbach.Es war heiß, aber nie hitzig: Die erste Ausgabe des Odenwaldcups im Mosbacher Elzstadion wurde trotz hoher Temperaturen zu einem Fußballfest, bei dem der Spaß am Spiel und nicht zuletzt das Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung wichtiger waren als der Turniersieg. Sechs sogenannte „Unified-Teams“ hatten sich angemeldet. Die Mannschaften kamen aus Mosbach, Bruchsal, Bretten, Sinsheim und Buchen. Mit dabei waren auch Spieler der ersten Mannschaft der SpVgg. Neckarelz, die sich trotz anstehender schwieriger Relegationsspiele mit großem Engagement am Odenwaldcup beteiligten.

Das Turnier ist ein Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen der SpVgg. Neckarelz und der Johannes-Diakonie Mosbach. Seit Anfang des Jahres trainieren Spieler der SpVgg. regelmäßig mit der Fußball-AG der Johannes-Diakonie. Im Frühjahr besuchte das Neckarelzer Team die Mosbacher Werkstätten und stattete auch dem Wohnangebot für Kinder und Jugendliche in der Carl-Theodor-Straße einen Besuch ab. Für den SpVgg.-Trainer und Initiator der Kooperation Marc Ritschel sind die gewachsenen Beziehungen „eine Bereicherung für beide Seiten“. Ein gutes Beispiel, wie Menschen mit und ohne Behinderung über den Sport zusammenfinden, findet auch Achim Schwind, Mitarbeiter der Johannes-Diakonie und Trainer der Fußball-AG: „Für unser Team ist es eine tolle Erfahrung, mit den Spielern von Neckarelz zu trainieren und von ihnen zu lernen.“

Großes Engagement

Dass aus den Trainingseinheiten ein Turnier mit Ausstrahlungskraft in die Region wurde, sei auch dem Engagement vieler Mosbacher Unternehmen zu verdanken. Sie hätten mit ihren Spenden die Organisation des Wettkampfs und die Verköstigung der Spieler erst ermöglicht und so den Rahmen geschaffen für die sportliche Begegnung von Menschen mit und ohne Behinderung.

Beim Odenwaldcup war dieses Miteinander deutlich spürbar. Es wurden gelungene Spielzüge gemeinsam beklatscht, Torschützen bejubelt, Ratschläge gegeben. Freilich, hergeschenkt wurden Tore und Punkte nicht. Im Modus „Jeder gegen jeden“ gab es manches spannende Spiel zu bestaunen. Am Ende ging das Team „Johannes-Diakonie 2“ nach schweißtreibenden Spielen als Sieger hervor und wurde vom Mosbacher Bürgermeister Michael Keilbach bei der abschließenden Siegerehrung entsprechend gewürdigt. Und bereits jetzt sind sich die Organisatoren einig: Der erste Odenwaldcup soll nicht der letzte gewesen sein.