Mosbach

In Mosbach Gedenkfeier auf dem Synagogenplatz /Filmreihe

Erinnerung an Pogromnacht

Mosbach.Am Jahrestag des Synagogenbrands in Mosbach, 10. November, findet um 17.30 Uhr eine Gedenkfeier auf dem Synagogenplatz statt. Bürgermeister Michael Keilbach wird an die Reichspogromnacht und das Schicksal jüdischer Bürger während der Diktatur des Nationalsozialismus erinnert. Gleichzeitig soll die Veranstaltung auch mahnen, Wachsamkeit gegen jede Form von Rassismus, Menschenverachtung und Intoleranz zu entwickeln.

Stefan Müller-Ruppert wird Texte zum Thema vortragen. Tanja Wilbrodt begleitet die Feier auf der Klarinette. Den anschließenden ökumenischen Gottesdienst in der Kirche St. Juliana auf dem Kirchplatz gestalten Pfarrerin Stefanie vom Hoff und Diakon Christian Schätzle.

Als Reichspogromnacht bezeichnet man die Nacht auf den 10. November, in der die Nationalsozialisten Synagogen und andere jüdische Versammlungsorte in Brand setzten. In Mosbach wurde das Inventar aus dem Gotteshaus im Beisein einer großen Menschenmenge auf dem Marktplatz verbrannt.

In den Wochen nach dem Gedenktag werden im Kino Neckarelz jeweils um 20.15 Uhr Filme gezeigt, die sich mit dem Holocaust, dessen Folgen und der Ausgrenzung von Minderheiten beschäftigen: „Der Trafikant“ von Nikolaus Leytner mit Bruno Ganz in der Rolle des Sigmund Freud sowie „Die Unsichtbaren – Wir wollen leben“, ein Film, der vom Untertauchen vor der Judenverfolgung innerhalb der eigenen Heimatstadt erzählt. Im Gerichtsdrama „Verleugnung“ nach dem realen Fall David Irving gegen Deborah Lipstadt steht nicht weniger als die historische Wahrheit des Holocaust auf dem Prüfstand.