Mosbach

Jahresabschlussfeier Sozialverband VdK Elztal zeichnete langjährige und verdiente Mitglieder aus

Gesundheitswesen muss bezahlbar sein

Archivartikel

Elztal.Zur Jahresabschlussfeier mit Ehrungen langjähriger und verdienter Mitglieder hatte der Sozialverband VdK Elztal seine Mitglieder und Gäste in den Dorfgemeinschaftsraum im örtlichen Rathaus eingeladen. Ortsverbandsvorsitzender Leonhard Kollmer freute über die gute Resonanz der Veranstaltung und dankte allen, die sich auch im vergangenen Vereinsjahr für die Belange des Sozialverbands eingesetzt haben, besonders den Funktionsträgern und den Vorstandsmitgliedern für ihr ehrenamtliches Engagement.

Kollmer erinnerte an die fachlichen Beratungen und Hilfestellungen für Rat suchende Mitglieder im Bereich von Rentenangelegenheiten, Pflege- und Versorgungsleistungen und sonstigen sozialen Angelegenheiten. Als erfreulich nannte Kollmer den wiederum leicht auf knapp 300 angestiegenen Mitgliederstand.

Als größter Verband der Menschen mit Behinderung sei der Sozialverband der Meinung, eine barrierefreie Umwelt nutze nicht nur mobilitätseingeschränkten behinderten Menschen, sondern auch vielen älteren Menschen, betonte er in seinen Ausführungen. Man setze sich auch weiter für ein qualitativ hochwertiges Gesundheitswesen ein, insbesondere im ländlichen Raum mit der Maßgabe, dass Gesundheit für alle bezahlbar sein müsse.

„Es darf keine medizinische Versorgung erster und zweiter Klasse geben“, so der Vorsitzende. Aus diesem Grund setze sich der VdK für eine Erwerbstätigenversicherung ein, in die alle einbezahlen, um dem Begriff Solidarität endlich zum Leben zu verhelfen. Im Bereich der Pflegeversicherung könnten immer weniger Menschen die Heimkosten bezahlen und benötigten zusätzliche staatliche Unterstützung. „Eigene Pflegebedürftigkeit und die Pflege von Angehörigen darf nicht zur Armutsfalle werden, was auch für die Rentenversicherung gilt“, sagte Kollmer.

Weiter für Gerechtigkeit kämpfen

Bürgermeister Marco Eckl lobte den Ortsverband für sein soziales Engagement zugunsten der örtlichen Gemeinschaft. Der VdK in Elztal sei ein fester und anerkannter Bestandteil im Gemeinwesen, was auch die harmonische Zusammenarbeit mit den Vereinen und Organisationen unterstreiche.

Man werde im Sozialverband mit seinen knapp über zwei Millionen Mitgliedern auch in Zukunft nicht locker lassen und für den Abbau von Barrieren und die Stärkung der sozialen Gerechtigkeit kämpfen, betonte Ulrich Matthe für den Kreisverband. Der Sozialverband Elztal zähle zu den mitgliederstärksten Verbänden im Neckar-Odenwald-Kreis, was auch dem seit vielen Jahren engagierten Vorsitzenden Leonhard Kollmer mit seiner unermüdlichen Arbeit zu verdanken sei.

Im Rahmen der anschließenden Mitgliederehrungen galt es eine außergewöhnliche Würdigung vorzunehmen. Blickte doch dieser Tage Gerhard Walter auf seine 70-jährige Mitgliedschaft im Sozialverband VdK zurück. Wie in der Laudatio erwähnt wurde, fand der am 3. Dezember 1926 geborene Jubilar nach seiner Rückkehr als Schwerstbehinderter aus dem Zweiten Weltkrieg beim VdK Hilfe und Unterstützung.

Gerhard Walter trat am 1. Juni 1949 dem VdK bei und wurde am 5. November 2016 zum Ehrenmitglied ernannt. Dem im Wohn- und Pflegezentrum Hüffenhardt lebenden Jubilar überreichte eine Vorstandsabordnung die Ehrenurkunde mit dem Großen Goldenen Treueabzeichen mit Brillanten.

Treueabzeichen verliehen

Das Goldene Treueabzeichen für 25-jährige Mitgliedschaft erhielten Gerhard Kaufmann, Rainer Leicht und Werner Schiel.

Mit dem Silbernen Treueabzeichen für zehn Jahre Mitgliedschaft wurden Gabriele Feininger, Werner Hirt, Rainer Holderbach, Leo Lang, Friedhelm Münch, Virgina Schatz und Martina Schmid-Merkert geehrt. L.M.