Mosbach

Kreisvorstand von Bündnis 90/Die Grünen tagte Wahlkampf analysiert / Konkrete Schritte besprochen

Klimaschutz und Bürgerbeteiligung als Ziele formuliert

Mosbach.„Auch wenn der Neckar-Odenwald-Kreis nicht die grünste Region des Landes ist, sind die Grünen auch hier der klare Wahlsieger“, bemerkte Mosbachs jüngste Stadträtin Emily Nau in der jüngsten Sitzung des Kreisvorstands von Bündnis 90/Die Grünen. Zum ersten Mal seien alle sieben Kreistags-Wahlkreise grün repräsentiert, das Europawahlergebnis sei mehr als verdoppelt worden.

Doch wie soll nun die Zukunft verantwortungsvoll gestaltet werden? Diese Frage stellten nicht nur die Mandatsträger der Grünen Jugend in den Mittelpunkt des Treffens mit den neu gewählten Kreis- und Gemeinderäten. Die Vorstandssprecher Hans-Detlef Ott und Amelie Pfeiffer freuten sich über den rekordverdächtigen Zulauf und eine engagierte Diskussion, um den Wahlkampf und die Wahlergebnisse zu analysieren. Gratuliert wurde zunächst den neu- und wiedergewählten Mitgliedern der Kreistagsfraktion sowie den Gemeinderäten, die in Aglasterhausen, Buchen, Elztal, Haßmersheim, Limbach, Mosbach und Schwarzach für grüne Verankerung sorgen.

„Kein weiter so“

In der Rückschau wurde der Wahlkampf kritisch unter die Lupe genommen, den Helfern gedankt und selbstkritisch Verbesserungsmöglichkeiten benannt. Das einvernehmliche Resümee der Reflexion sah den Wahlerfolg basierend auf dem Vertrauen der Wähler, die den Grünen zutrauten, der Verantwortung für die Zukunft sowohl lokal wie europaweit gewachsen zu sein, und der Einschätzung, dass die unabweisbaren Probleme – insbesondere des Klima- und Artenschutzes – kein „weiter so“ erlaubten. Um dem Vertrauen der Menschen gerecht zu werden, wolle man die Aktivitäten deutlich verstärken und neue Kräfte einbeziehen, damit auch im gesamten Kreis etwas vorwärts gehe. „Wir haben nur eine kurze Zeitspanne, um beim Klimawandel das Schlimmste zu verhindern und die Möglichkeiten auszuschöpfen, dies müssen wir angehen“, bekräftigte Fraktionsvorsitzende Simone Heitz.

Beflügelt vom Wahlzuspruch und den Prognosen wurden auch idealistische Ziele formuliert, auf die man mit neuer Motivation und Kraft zusteuern will. Als konkrete nächste Schritte sind der Aufbau der Grünen Jugend, vermehrte medial-digitale und persönliche Präsenz sowie eine verstärkte Zusammenarbeit der Fraktionen und Mandatsträger verabredet. Inhaltlich soll besonderes Augenmerk auf die Stärkung der Bürgerbeteiligung gelegt werden. „Grundsätzlich hat das Treffen sowohl das Bewusstsein für die Vergangenheit wie auch die Zukunft gestärkt und konnte Überblick und Perspektive bieten, die zuversichtlich stimmt“, resümierte Emily Nau ihre erste Vorstandssitzung.