Mosbach

Dritte Mosbacher Lachnacht Hochkarätiger Mix aus Comedians und Kabarettisten

Lachmuskel werden trainiert

Mosbach.Am 20. April ist es wieder Zeit für ein Lachmuskel-Training. Der Eigenbetrieb Alte Mälzerei präsentiert zum dritten Mal die Mosbacher Lachnacht im Kultur- und Tagungszentrum und bietet einen hochkarätigen Mix aus Comedians und Kabarettisten.

Die Moderation des Abends übernimmt auch diesmal Ole Lehmann. Hennes Bender ist der „Hobbit auf Speed“ und hat in seinem verflixten siebten Programm wie stets viel „Luft nach oben“, misst er doch nach neuesten Messungen ein Meter zweiundsechzig. Der Titel bedeutet aber auch, dass immer noch „was geht“, noch längst nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft sind und noch immer reichlich Spiel ist an der Stellschraube des alltäglichen Irrsinns.

Vera Deckers ist Psychologin und das nützt ihr – gar nichts! Weder kriegt sie ihren Kontrollzwang in den Griff, noch kann sie sich von ihrem Helfersyndrom befreien und der Beziehungsgollum mischt sich mittlerweile auch in Karrierefragen ein. Ihre Mutter will sie unter die Haube bringen („die wünscht sich so einen Mann wie Pilawa für mich, aber mir laufen höchstens so Pete Dohertys zu“), das Tourleben ist auch nicht so glamourös, wenn man im tiefsten Schwabenland im ehemaligen Kinderzimmer des Veranstalters nächtigen muss. Wo wäre die Gesellschaft ohne die Verrückten? Das fragt sich Jacqueline Feldmann in ihrem Programm „Zum Glück verrückt“. Jacqueline erzählt mit einer außerordentlich bezaubernden Art ihrem Publikum von irrsinnig komischen Geschichten aus ihrem Alltag als junge Frau.

Sie spricht unter anderem über die Erlebnisse mit ihrer besten Freundin Franzi, die genau wie Jacqueline eine echte Powerfrau ist und mit beiden Beinen voll auf dem Schlauch steht. Ob sie nun vom Zumba-Kurs erzählt, der eher was von einer Tier-Doku auf Arte hatte oder vom „betreuten Fahren“ mit Mama: Jacqueline weiß das Publikum in ihren Bann zu ziehen. El mago masin – der smart lächelnde Hüne mit den Dreads steht für Anarchokomik und -wahnwitz, und das auf der Bühne, in Rundfunk und Fernsehen mit Erfolg seit nun schon zwei Programmen. Tief verstrickt in alltäglichen und gerade nicht alltäglichen Nonsens rückt der virtuose Gitarrist und Wortakrobat den Begriff Liedermacher in ein ungewohntes, aber angenehm verrücktes Licht.