Mosbach

Johannes-Diakonie Mosbach Richtfest für neues Wohn-Pflegeheim / Bisheriges Wohnzentrum soll ersetzt werden / Kosten liegen bei 7,5 Millionen Euro

Vertraute Lebensmitte für 48 Menschen

Mosbach.Lebensqualität schaffen für 48 Menschen mit Behinderung – diesem Ziel haben sich Johannes-Diakonie Mosbach, Neckar-Odenwald-Kreis und die Stadt Mosbach in einer gemeinsamer Partnerschaft verschrieben. Und so entsteht auf dem sogenannten Komplexstandort der Johannes-Diakonie an zentraler Stelle ein Neubau, der modernes Wohnen in naturnaher Lage mit kurzen Wegen zu Orten des gesellschaftlichen Lebens wie etwa dem Kultur- und Begegnungszentrum fideljo verbindet.

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Das neue Wohn-Pflegeheim soll das bisherige Wohnzentrum der Johannes-Diakonie ersetzen, das den Vorgaben der neuen Landesheimbauverordnung nicht mehr entspricht. Etwa 7,5 Millionen Euro wird der Neubau kosten. Gut neun Monate nach dem Spatenstich wurde nun Richtfest gefeiert. „Wir gestalten hier die künftige Lebensmitte von 48 Menschen an einem Ort, der vielen von ihnen sehr vertraut ist“, erklärte der pädagogische Vorstand der Johannes-Diakonie, Jörg Huber, eingangs der Feier. Er richtete einen besonderen Dank an Stadt und Landkreis, die durch ihre Unterstützung das Bauprojekt ermöglicht hätten. Bewohnervertreterin Monika Mohr schloss sich Hubers Dank an: „Durch den Bau bekommen die Bewohner ein Gebäude, das zentral liegt. Künftig können sie fideljo und Johanneskirche leichter besuchen.“ Zu Beginn des Richtfests hatte der Pfarrer der Johannes-Diakonie, Richard Lallathin, in einer Andacht um göttlichen Segen für das Bauprojekt gebeten.

Im Namen der Landkreisverwaltung gratulierte der Erste Landesbeamte, Dr. Björn-Christian Kleih, der Johannes-Diakonie zum Neubau. Dieser sichere moderne Wohnplätze für Menschen, die weiterhin am Standort der Johannes-Diakonie in Mosbach leben möchten. „Sie bauen nicht nur an einem Gebäude, sondern an Freiheit und Lebensqualität“, erklärte Kleih an die Projektverantwortlichen gewandt. Für die Stadt Mosbach hob Bürgermeister Michael Keilbach die neuen Teilhabemöglichkeiten hervor, die durch den Neubau entstehen. Diese seien der Stadt ein besonderes Anliegen. „Sie tragen dazu bei, dass Mosbach für viele Menschen ein lebens- und liebenswerter Ort sein darf.“

Maximaler Nutzen als Leitidee

Der Rohbau nahe der Zufahrt zum Johannes-Diakonie-Gelände vermittelt schon jetzt einen Eindruck vom künftigen Gebäude. Details zum Bauprojekt beschrieb der Architekt, Professor Gerhard Bosch. Maximaler Nutzen für die Bewohner sei bei der Planung die Leitidee gewesen. In den beiden oberen Stockwerken werden jeweils zwei Wohngruppen mit zwölf Bewohnern untergebracht. Im Erdgeschoss entstehen Räume für tagesstrukturierende Angebote. Eben dort brachte Andreas Weber von der Firma AWA Dacharbeiten auch den Richtspruch aus, wegen eines drohenden Gewitters nicht vom Dach aus, sondern auf einer Kiste stehend und damit doch irgendwie „aus luftiger Höh“ und „nach alter Vater Sitte“, wie es sich für einen Richtspruch gehört. Das Wohn-Pflegeheim in Mosbach soll Anfang 2019 bezogen werden. Zudem bekommt es Vorbildcharakter: Denn auch am Standort Schwarzach wird in modernes Wohnen für Menschen mit Behinderung investiert. Ein Schwestergebäude ähnlich dem Mosbacher Neubau ist bereits in Planung, verriet der Verwaltungsleiter des Geschäftsbereichs Wohnen in der Johannes- Diakonie, Alexander Brauch. Spatenstich soll im September sein.