Mosbach

Große Ehre für eine Künstlerin aus der Region Besondere Auszeichnung für Malerin aus Mosbach in Görlitz / Ausstellung eröffnet

Via-Regia-Stipendium für Ingrid Pfeffer

Archivartikel

Görlitz/Mosbach.Eine große Ehre für eine Künstlerin der Region: Die Malerin Ingrid Pfeffer aus Mosbach ist in diesem Jahr Empfängerin des Via-Regia-Stipendiums, das seit sechs Jahren in Zusammenarbeit zwischen dem Via Regia Begegnungsraum Landesverband Sachsen, der Stiftung für Kunst und Kultur in der Oberlausitz und dem Heimatverein Königshain vergeben und von der Stiftung der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien unterstützt wird.

Für vier Wochen lebt und arbeitet Pfeffer als bezahlte „Artist in Residence“ auf Schloss Königshain. Von den dort entstehenden Bildern werden einige mit den Werken anderer Stipendiaten in einer Wanderausstellung des Via-Regia-Begegnungsraums und der Stiftung für Kunst und Kultur in der Oberlausitz zu sehen sein.

Vor wenigen Tagen wurde im Marstall und Steinstock des Schlossarels eine umfangreiche Werkschau mit 40 Gemälden der Künstlerin eröffnet. Zur Vernissage am Sonntagnachmittag begrüßte der Landrat des Kreises Görlitz, Bernd Lange, zahlreiche Gäste aus Politik und Kultur. Lange, der auch Vorstand der Stiftung für Kunst und Kultur in der Oberlausitz ist, erinnerte an die „großartige Ausstellung“ der Malerin im Landratsamt Görlitz vor einem Jahr, die im Rahmen des Jubiläums „10 Jahre Landkreis Görlitz“ stattfand. Der Landrat betonte, dass er sich sehr darüber freue, dass die Künstlerin das Stipendium angenommen habe und für 4 Wochen auf Schloss Königshain residiere und arbeite.

Die Vorsitzende des Via Regia Begegnungsraum Landesverband Sachsen, Martina Brandt-Kretschmer, begrüßte die Stipendiatin auf Schloss Königshain. Sie sei schon jetzt gespannt auf die Arbeiten die hier vor Ort entstehen werden, sagte Brand-Kretschmer.

Joachim Mühle, Kultursekretär des Kulturraumes Oberlausitz-Niederschlesien sowie Vorstand der Stiftung für Kunst und Kultur in der Oberlausitz, stellte das Schaffen von Ingrid Pfeffer vor und führte ein fundiertes Künstlergespräch.

Die Malerin widme sich den „Farben der Seele“ und der „Seele der Farben“. Sie arbeite mit Pinsel, Spachtel, Kohle und Kreide. Ihre Werke würden eine herausragende Intensität erreichen und alle Sinne des Betrachters ansprechen. Mit unterschiedlichen Techniken male sie vorwiegend großflächige, farbintensive Kompositionen auf Leinwand.

„Ihre Motive zeigen Menschen in verschiedenen Beziehungen. Sie spiegelt dabei Begegnungen, die oftmals auf Reisen in Europa und Mittel- und Südamerika zustande kamen“, so Mühle. Die Quelle ihrer Inspiration liege vor allem in der Natur. Stadtlandschaften oder ganz schlichte Stillleben, die durch ihre strahlende Farbigkeit bestechen, heben den Wert scheinbar alltäglicher Dinge besonders hervor. Zur Malerei von Ingrid Pfeffer gehört das Experimentieren genauso, wie das Entwickeln eines ganz eigenen Stils, betonte der Kultursekretär.

Ingrid Pfeffer möchte ihre Zeit als Stipendiatin im Schloss-Atelier intensiv nutzen, um bis 10. Juni einige neue Gemälde zu schaffen, welche die Begegnungen mit Menschen und Landschaft vereinen. „Dieses Stipendium ist eine große Wertschätzung meiner künstlerischen Tätigkeit und ich fühle mich sehr geehrt es erhalten zu haben. Die Eindrücke hier in der Lausitz werden meine Arbeit bereichern“, sagte die Malerin, die in ihren Dankesworten, insbesondere ihren Mann Stefan „als wichtige Stütze meines Schaffens“ hervorhob.

Während ihres Aufenthaltes in Sachsen wird die Künstlerin auch Besuch aus der Heimat erhalten: Landrat Dr. Achim Brötel wird mit einer Delegation den Partnerkreis Görlitz besuchen und dabei auch Ingrid Pfeffer im Schloss Königshain treffen. Die umfangreiche Pfeffer-Ausstellung im Marstall/Steinstock des Schlosses ist bis 10. Juni zu sehen. her