Mosbach

Johannesberg Schule Zwei „MiniGärten“ gewonnen / Bei Kindern mehr Bewusstsein für Natur, Pflanzen und Ernährung schaffen

Vom Säen und Pflanzen bis zum Ernten und Verzehren

Archivartikel

Mosbach.Obst und Gemüse wachsen nicht im Supermarkt. Für Kinder ist diese Feststellung nicht selbstverständlich. Dass Beeren, Gurken und Tomaten gesät, gepflegt und geerntet werden müssen, lernen die Kleinen am besten, wenn sie selbst Hand anlegen.

Daher freuen sich Leo Dorbath-Wex und Barbara Steinacker, beide Lehrer an der Johannesberg Schule der Johannes-Diakonie, ganz besonders über zwei neue „MiniGärten“ in ihrem Schulgarten. Die „MiniGärten“ sind Hochbeete, die samt Erde, Pflanzanleitungen und Saatgut über die Aktion „Europa Minigärtner“ an die Johannesberg Schule kamen.

Zweige, Kompost, Erde

Die Initiative wird von der Baden-Württemberg Stiftung und der Heidehof Stiftung finanziell gefördert und hat sich zum Ziel gesetzt, bei Kindern mehr Bewusstsein für Natur, Pflanzen und gesunde Ernährung zu schaffen. Das Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentrum Johannesberg Schule hatte sich mit 165 weiteren Schulen erfolgreich um die „MiniGärten“ beworben.

Vor wenigen Tagen bauten Dorbath-Wex und die Schüler der Grund- und Hauptstufe die „Minigärten“ zusammen. Zuerst wurden zwei Paletten auf den Boden gelegt und die Seitenwände daraufgestellt. Nachdem die Schüler die Folie in den Hochbeeten mit dem Tacker befestigt hatten, wurden diese schichtweise mit Zweigen, Kompost und Erde gefüllt.

Mit vereinten Kräften wurden die Beete in den Schulgarten gebracht. Dort werden sie nach und nach bepflanzt. Der Schwerpunkt liegt auf Gemüse. „Wir wollen Kräuter, Salat, Kohlrabi und Tomaten anpflanzen“, kündigt Dorbath-Wex an. Auch Bohnen, Karotten und andere Gemüsesorten werden ausgesät.

Praktische Lernerfahrung

So lernen die Kinder den gesamten Zyklus vom Säen und Pflanzen bis zum Ernten und Verzehren kennen, und zwar nicht nur in der Theorie, denn: „Gerade für unsere Schüler ist es wichtig, praktische Lernerfahrungen zu machen.“ Daher übernehmen sie auch die Pflege und das Gießen.

Um den Standort der Hochbeete müssen sich Lehrer und Schüler wenige Gedanken machen, denn die „MiniGärten“ sind mobil. Sie können flexibel verlegt werden, was für Dorbath-Wex ein wichtiger Vorteil ist. „In der Vergangenheit mussten wir immer wieder Flächen unseres Schulgartens aufgeben, weil sie anderweitig gebraucht wurden“, erzählt er. „Die neuen Hochbeete können einfach umziehen.“