Mudau

Seelsorgeeinheit Mudau 63 Pilger machten sich auf den Weg nach Schöllenbach

Besinnliche Momente im herbstlichen Wald

Mudau.Es waren immerhin 63 Pilger der Seelsorgeeinheit Mudau, die sich am vergangenen Sonntag bei teils widrigen Wetterbedingungen von Reisenbach zur diesjährigen Wallfahrt nach Schöllenbach aufmachten. Zum Abschluss der etwa 13 Kilometer langen Strecke nahmen die Pilger an einer Andacht in der Schöllenbacher Quellkirche teil.

Auftakt mit Gottesdienst

Der Tag begann um 10.15 Uhr mit einem Wallfahrtsgottesdienst in der gut besuchten Kirche St. Josef in Reisenbach, unter Begleitung des Reisenbacher Chores. Um 11.30 Uhr starteten die Teilnehmer nach dem Pilgersegen vor der Reisenbacher Kirche bei herbstlichem Nebel zur Wallfahrt. Unter dem Motto "Das Gespräch am Jakobsbrunnen" führte Alfred Czech von der TSG Reisenbach die 63 Pilger um Pfarrer Klaus Vornberger vorbei am Reisenbacher Fernsehturm, über den Distrikt "Rote Erde" durch den herbstlichen Wald in Richtung Kailbach.

Unterwegs wurde es bei der ersten Station mitten im Wald besinnlich. Mit einem Dialog zwischen Jesus und der Samariterin wurden die Hintergründe der Bibelstelle in einem Dialog analysiert. Katrin Fleischmann begleitete die Wallfahrtslieder mit der Gitarre. Nach etwa drei Stunden erreichte die Pilgerschar die zweite Station. Dort wurde weiter die Tiefgründigkeit der besagten Bibelstelle ergründet.

Nach kurzer Rast setzten die Pilger ihre Wallfahrt nach Kailbach fort. Von dort ging es weiter entlang der Itterbach über den "Mainzer Weg" in Richtung Schöllenbach. Hier führte der Wegabschnitt die Pilger auf Schloßauer Gemarkung zudem entlang der Landesgrenze zwischen den Bundesländern Hessen und Baden Württemberg in Richtung Schöllenbach.

Bei strömendem Regen erreichten die Teilnehmer schließlich das Dorf. Bei der dritten Station am Ortseingang wurde die Bibelstelle vom Gespräch am Jakobsbrunnen fortgesetzt. Mit den Klängen zu "Großer Gott wir loben dich" erreichten die Pilger schließlich gegen 16 Uhr die Quellkirche in Schöllenbach.

Nach Kaffee und Kuchen hielt Pfarrer Klaus Vornberger eine kurze Rosenkranzandacht, bevor die ortsansässige Pfarrerin, Claudia Borck, auf die Geschichte des Schöllenbacher Gotteshauses einging. Es war ehemals eine Klosterkirche und besaß einen wertvollen Altar, der zwischenzeitlich im Schloss Erbach aufbewahrt wird.

Buntes Fenster zeugt von Pracht

Ein buntes Fenster über dem Altarraum zeugt noch heute von der einstigen, prunkvollen und großen Marienkirche. Ein Bild der Samariterin am Jakobsbrunnen wurde mit finanzieller Unterstützung der Schöllenbacher Bevölkerung vor einigen Jahren restauriert und hängt seither in neuem Glanz im Altarraum. Zuvor war es stark beschädigt in einer Abstellkammer in Kailbach aufgetaucht.

Pfarrer Klaus Vornberger bedankte sich zum Abschluss bei allen Organisatoren und Pilgern, bevor die Teilnehmer noch einen Schluck heilendes Quellwasser zu sich nehmen konnten.

Ein Bus brachte die Pilger wieder zurück zum Ausgangspunkt, an die Kirche St. Josef in Reisenbach.