Mudau

Gemeinderat Mudau tagte Gremium beschäftigte sich auch mit der Aufnahme von Flüchtlingen / Laut einer Verfügung des Landratsamtes sind es aktuell noch 69

Bis zu 18 Plätze sind relativ kurzfristig verfügbar

Archivartikel

Der Gemeinderat von Mudau beschäftigte sich auf seiner jüngsten Sitzung auch mit der Aufnahme von Flüchtlingen.

Mudau. Die Gemeinde Mudau muss laut einer Verfügung des Landratsamtes aktuell noch 69 Flüchtlinge aufnehmen und auch unterbringen. Von dieser Aufnahmeverpflichtung nahm der Gemeinderat in seiner jüngsten öffentlichen Sitzung Kenntnis und beauftragte gleichzeitig die Verwaltung, geeigneten Wohnraum in allen Ortsteilen zu orten. Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger: „Die Einrichtung einer Sammelunterkunft soll nur in Erwägung gezogen werden, wenn die Mobilisierung im Bestand scheitert“. Mieter der in Betracht kommenden Wohnungen ist die Gemeinde, so dass laufende Mietzahlungen gesichert sind, betonte auch die Gemeindeverwaltung. Bereits in jüngster Zeit wurden Flüchtlingszuweisungen angekündigt aber trotz Aufnahmekapazitäten nicht zugewiesen.

Wie Maurice Hört in der Gemeinderatssitzung weiter mitteilte, sieht man als Ursache für diesen Rückstand an Zuweisungen die Tatsache, dass Flüchtlinge die Zuweisung in ländliche Gemeinden kritisch sehen. In den gegenwärtig verfügbaren gemeindeeigenen Gebäuden und angemieteten Wohnungen können derzeit bis zu 18 Plätze relativ kurzfristig verfügbar gemacht werden und für den Rest besteht Handlungsbedarf.

„Rumpfener Buckel“

In einem weiteren Tagesordnungspunkt wurde beschlossen, die Entwässerung des Baugebietes „Rumpfener Buckel“ nach Vorstellung durch Diplom-Ingenieur Oswald Gehringer vom Ingenieur-Büro Sack und Partner Adelsheim in einem Trennsystem mit nachgeschaltetem Filterbecken herzustellen, wofür im Gemeindehaushalt für den notwendigen Straßenbau 60 000 Euro und für die Kanalisation 50 000 Euro an Planungskosten bereits eingestellt wurden. Aufgrund von Vorgaben durch die Fachbehörden sei das Schmutzwasser an den bestehenden Mischwasserkanal in Richtung Fettigstraße/Buchweg anzuschließen und für das Oberflächenwasser eine eigene Leitung in Richtung Sotteichgraben zu bauen. Vor der Einleitung in den Sotteichgraben müsste ein sogenanntes Retentionsfilterbecken in Erdbauweise eingebaut werden. Die Verwaltung wurde beauftragt, die Grundstücksverhandlungen für den Beckenstandort aufzunehmen und die Erschließungsplanung in das Bebauungsplanverfahren zu übernehmen.

90 000 Euro stellt die Gemeinde in ihrem Haushalt zur Verfügung, um gemäß einer durch den Gemeinderat bereits 2017 beschlossenen Prioritätenliste, eine Sanierung der Feldwege in Mörschenhardt und eine Teilsanierung der Gemeindeverbindungsstraße Steinbach-Hettigenbeuern (Ortsausgang bis Einmündung Feldweg zum Gewann Sohläcker) durchzuführen. Bei der Mörschenhardter Maßnahme handelt es sich um den Heumattenfeldweg mit einer Sanierungslänge von 240 Meter, Alte Gärten mit 240 Meter und Höhenweg mit 100 Meter. Den Auftrag hierzu erhielt als günstigster Bieter die Firma HF-Bau GmbH aus Limbach-Balsbach zum Brutto-Angebotspreis in Höhe von 59 462 Euro.

Sanierung abgeschlossen

Mit 13 260 Euro stellte der Gemeinderat die Kosten für die Sanierung der Spielbahnen auf der Freizeitanlage „Weller“ fest. Die Sanierung wurde durch die Firma Kohlhammer aus Möckmühl durchgeführt und ist inzwischen abgeschlossen.

Der Penny-Markt stand unter dem Punkt Bauanträge auch wieder auf der Tagesordnung des Gemeinderats und Hauptamtsleiter Herbert Knapp stellte den Bauantrag vor, nach dem sich der Markt nun endgültig mit 800 qm Ladenfläche und 56 Parkplätze auf dem Gelände der ehemaligen Straßenmeisterei niederzulassen möchte. Mit nur einer Gegenstimme folgte der Gemeinderat der Zustimmung des Ortschaftsgremiums. L.M.