Mudau

70. Geburtstag Wolfgang Hofmann feiert heute / Jahrzehntelange Vereinsarbeit mit zahlreichen Ehrungen gewürdigt / Zwei Töchter mit seiner Frau Heidelinde

Den VfR Scheidental maßgeblich geprägt

Archivartikel

Schloßau.Seiner Heimat eng verbunden, zählt er sich trotzdem aufgrund seiner vielfältigen Tätigkeiten zu den beiden Mudauer Ortschaften Scheidental und Schloßau gleichsam gehörig.

Am 4. März 1949 in Scheidental als erstes Kind der Gastwirtseheleute Oskar und Mechthilde Hofmann geboren, feiert der seit dem 1. September 1994 in Schloßau wohnhafte Wolfgang Hofmann am heutigen Montag seinen 70. Geburtstag. Nach dem Besuch der Volksschule in Oberscheidental absolvierte er die höhere Handelsschule in Walldürn und begann am 1. Dezember 1966 eine Lehre zum Vermessungstechniker beim damaligen Staatlichen Vermessungsamt in Buchen.

Nachdem Wolfgang Hofmann im Anschluss von 1970 bis 1971 seinen Wehrdienst beim Fernmeldebataillon 12 in Veitshöchheim abgeleistet hatte, legte er bereits ein Jahr später die Staatsprüfung für den mittleren vermessungstechnischen Verwaltungsdienst ab. „Aufgrund meiner Arbeit als Vermessungstechniker war ich in allen Gemarkungen des ehemaligen Vermessungsamtes Buchen unterwegs“, betonte der heutige Jubilar und fügte nicht ohne Stolz an, dass seine Dienststelle immer in Buchen war. Am 30. Juni 2014 wurde er als Kreisinspektor im Fachdienst Vermessung beim Landratsamt pensioniert.

Aus der Ehe mit seiner Frau Heidelinde, geborene Neureither aus Lohrbach, die er im Juli 1971 heiratete, gingen zwei Töchter, sechs Enkel und vier Urenkel hervor.

Mitglied des Ortschaftsrates

Von Juni 1975 bis 1989 gehörte er dem Ortschaftsrat von Scheidental an, ist seit 1963 Mitglied beim VfR Scheidental und trug mit dazu bei, dass der Verein noch im selben Jahr den von 1953 bis 1963 ruhenden Spielbetrieb wieder aufnahm. Seiner sportlichen Vita ist zu entnehmen, dass er bei VfR bereits in der A-Jugend erfolgreich aktiv war. Er erzielte spielentscheidende Tore in seiner Funktion als Mittelstürmer, auch bei der Ersten Mannschaft sowie später in der Zweiten und AH-Mannschaft. Durch seine langjährige Spieler- und Ehrenamtstätigkeit trug er viel dazu bei, dass der VfR Scheidental eine stete Aufwärtsentwicklung nehmen konnte. Dokumentiert wird dies mit der Tatsache, dass der Verein 1963 etwas über 50 Mitglieder hatte und heute von 350 Personen getragen wird. Während seiner engagierten Tätigkeit im Vorstand wurde das Sportheim, die Sportanlage mit einem Spielfeld, ein Trainingsplatz, Kinderspielplatz sowie ein ansehnlicher Festplatz mit Parkplatz errichtet. Als Tätigkeiten übte er aus: Schriftführer von 1969 bis 1972, stellvertretender Vorsitzender von 1972 bis 1976, Spielausschussvorsitzender von 1976 bis 1982, Vorsitzender von 1982 bis 2002 und seit dieser Zeit Beisitzer und Ehrenbeauftragter. Schon früh erkannte der heutige Ehrenvorsitzende die Notwendigkeit, den VfR zu einem Mehrspartenverein auszubauen und so wurden Damengymnastik- und Kinderspielgruppen gegründet. Einer Selbstverständlichkeit folgend, engagierte sich Hofmann im Rahmen der Vorbereitungen und Durchführungen von Sportfesten, Turnieren, Tanzveranstaltungen, Wanderungen und Ausflügen, wofür schon mal auch Urlaubstage geopfert wurden.

Zudem ist Hofmann Mitglied im Schützenverein Schloßau, in dem er in der Zeit von 2011 bis 2018 als Oberschützenmeister fungierte und drei Mal die Würde eines Schützenkönigs erwarb. In Schloßau gehörte er rund sieben Jahre zum ersten Tenor des Männergesangvereins und ist Mitglied in der örtlichen Sozialverbandsgruppe. Sein unermüdlicher Einsatz für die Allgemeinheit wurde mit zahlreichen Ehrungen gewürdigt, darunter die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg, die Ehrennadel in Gold vom Badischen Sportbund und die Verdienstehrennadel des Deutschen Fußballbundes.

Um sich im Alter noch fit zu halten, unternimmt er mehrmals wöchentlich Walkingtouren, besucht die Männer- und Wassergymnastik und zählt den Fußball und das Kegeln zu seinen Hobbys. Und die wöchentlichen Treffen des „Stammtisch Linde“ in Unterscheidental verpasst er ganz selten. Den sicherlich zahlreichen Glückwünschen zum 70. Geburtstag schließen sich die Fränkischen Nachrichten gerne an. L.M.