Mudau

„Reischebocher Turmwächter“ Englischer Abend kam bei Jung und Alt gut an

Die Queen gab sich die Ehre

Archivartikel

Reisenbach.Dem Motto des Abends („Englischer Abend“) der „Reischebocher Turmwächter“ entsprechend, ertönte pünktlich acht Mal der Glockenschlag von „Big Ben“, bevor die Mitglieder der „Queen’s Guard“ das Programm mit einer eindrucksvollen Vorführung ihres Könnens eröffneten. Dann geleiteten sie die Gastgeberin des Abends, Queen Elisabeth II., trefflich inszeniert von Sandra Brand, und deren Ehemann Prinz Philip (Steffen Banschbach) in den Saal.

Flotte Tänze

Nach einer für königliche Verhältnisse kurzen Grußrede wurde die Bühne für die Minigarde der „KaGeMuWa“ und deren flotten Schautanz „Under the Sea“ freigemacht. Danach erzählte mit Jasmin Swoboda ein Tanzmariechen der besonderen Art über die Schwierigkeiten und Wehwehchen beim Tanzen.

Was ein gelungener Gardetanz ist, zeigte dann die „Blaue Garde“ der FG „Hederschboch Dick Do“.

Es folgte der Auftritt des „Duo Infernale“. Mit „schier unglaublichen Tricks“ verzauberten Marcel Leopold und Christian Schäfer das Publikum.

Schwungvoll stürmte dann die „Gemischte Schautanzgruppe“ der FG „Götzianer Heddebör“ die Bühne mit ihrem Schautanz „Der Berg ruft“.

Ein ganz besonderer Punkt ist jedes Jahr die Auszeichnung zum „närrischen Weibsbild“/ „närrischen Kerl des Jahres“. In diesem Jahr durfte David Brenneis die begehrte Urkunde in Empfang nehmen. Bereits als Edel-Groupie der „Tequila-Girls“ hatte er sich viele Jahre verdient gemacht. Mittlerweile als Mitglied im „Turmwächterrat“ ist er unter anderem zuständig für die richtige Musik und sorgt für die Betreuung der Gruppen. Auch aktiv auf der Bühne ist er dabei, sei es bei den „Roten Spritzern“ oder als Solist mit hartem Einzugsmarsch und Kehrgerät.

Als Sicherheitsbeauftragter betrat Wolfgang König aus Höpfingen die Bütt. Manche bedenkliche Sicherheitslücke hatte er entdeckt. Gemeinsam mit Ortsvorsteher Matthias Rechner gab er dem Publikum eine unterhaltsame Einweisung. Zudem zeigte er Kuriositäten der deutschen Sprache auf. Mitgebracht hatte König auch die Prinzengarde der „Höpfemer Schnapsbrenner“.

Die Lachmuskeln waren dann gefragt: Als geplagte Ehefrau pointierte Antje Gellner erstklassig das harte Leben mit ihrem Ehemann, erzählte von Trennkost – sie isst in der Küche, er im Stall – und viel zu viel Grießbrei.

Mit dem Schautanz „Fußball ist unser Leben“ legten die Tänzer vom „Showensemble“ der SpVgg Hainstadt eine dribbeltechnische Top-Leistung aufs Tanzparkett.

Als Musiker und Alleinunterhalter umrahmte DJ Flachsi wie immer gekonnt die Veranstaltung.

Begrüßt wurden die Abordnungen aus der Stadt Oberzehnt-Sensbachtal und der KaGeMuWa. Beide freuten sich über die Einladungen und beglückwünschten in ihren Grußworten die Narren im Saal zu einem erstklassigen Programm. Und dieses hielt auch weiterhin das tolle Niveau.

Die Mitglieder der Prinzengarde Mudau folgten mit ihrem fetzigen Schautanz „High School Musical“.

Begrüßt und ausgestattet mit einem Dreifach-Notfallset wurde anschließend Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger.

Als weiteren Programmpunkt konnte die „Wassersuchergarde“ mit ihrem eindrucksvollen Gardetanz die Stimmung bei den Zuschauern nochmals aufheizen.

Als letzter Höhepunkt des Abends bestritten die „Roten Spritzer“ einen Wettkampf. Moderiert durch Steffen Banschbach als Sprecher und bewertet durch eine dreiköpfige Fachjury (Elmar Schäfer, Manfred Link, Nico Schäfer) traten die Teams TVR (Phillip Steigleder, Sebastian Rettig), SZG (Felix Schäfer, Jochen Schnätz), BWSC (David Brenneis, Nicolai Böhle) und Landwirtschaft (Steffen Link, Eric Pierone) gegeneinander um den Titel des „Reischebocher Tanzmariechens 2019“ an. Nach hervorragenden Tänzen und Bewertung durch Jury und Publikum konnte Team „Landwirtschaft“ den Sieg erringen. Gekrönt wurde die Vorstellung durch den Auftritt des Altmeisters „Gonzo de Scholzo“ (Rainer Schäfer) mit dem eingesprungenen Spagat.

Nun blieben „Queen Sandra“ und „Prinz Steffen“ nur noch die Schlussworte. Sie bedankten sich bei allen Helfern, Mitwirkenden und auch beim tollen Publikum im Reisenbacher Sportheim mit einem dreifachen „Reischeboch, gud druff“ und „England be happy“. sb