Mudau

Sitzung des Gemeinderates Änderung des Tarifrechts war Thema / Maßnahme in Reisenbach beraten

Flurneuordnung soll 2018 beginnen

Mudau.Die Änderung des Tarifrechts und die Flurneuordnung in Reisenbach standen auf der Tagesordnung der Sitzung des Mudauer Gemeinderates.

Beschlossen wurde weiter, die Erweiterung der Straßenbeleuchtung sowie die Verlegung von Leerrohren in der Straße "Schulzenweg" in Scheidental an die Firma HF-Bau aus Balsbach und der Netze BW aus Tauberbischofsheim zum Gesamtpreis von 14 615 Euro zu vergeben. Diese Maßnahme steht in direktem Zusammenhang zur bereits abgeschlossenen Sanierung der Straße "Zum Weiler".

Eigentlich sollte mit 37 000 Euro die Straßenbeleuchtung im Baugebiet "Neuer Garten" und im "Brunnenweg" finanziert werden aber da der "Brunnenweg" in diesem Jahr nicht ausgebaut wird, wurden Mittel für den "Schulzenweg" frei.

Die Erweiterung der Straßenbeleuchtung in der Buchener Straße in Langenelz von der Einmündung Laudenberger Straße bis Ortsende wurde inzwischen fertig gestellt werden und so stellte das Gemeindegremium als Abschluss die entstandenen Kosten in Höhe von 35 774 Euro fest. Obwohl eine komplette Gehwegsanierung erfolgte, konnte die Maßnahme wesentlich unter der Vergabesumme von 47 632 Euro abgeschlossen werden.

Durch die Änderung des Tarifrechts wurde es erforderlich, die Hauptsatzung der Gemeinde Mudau anzupassen. Demnach wird gemäß den Erläuterungen von Hauptamtsleiter Herbert Knapp die Ernennung, Einstellung und Entlassung und sonstige personalrechtliche Entscheidungen von Beschäftigten der Entgeltgruppen 1 bis 6 (Aushilfsangestellte, Beamtenanwärter, Auszubildende, Praktikanten und anderen in Ausbildung stehenden Personen) dem Bürgermeister und nicht mehr dem Gemeinderat übertragen.

Nach dieser Änderung nahm man die von der Bundeswehr geplanten Änderungen bezüglich des Schutzbereiches auf dem Gelände der Bundeswehranlage in Reisenbach zur Kenntnis und äußerte keine Bedenken.

Die Reisenbacher denken sehr intensiv an eine Flurneuordnung auf ihrer Gemarkung und Manfred Wiener informierte in seiner Eigenschaft als verantwortlicher Sachbearbeiter beim Landratsamt über die Möglichkeiten, die eine generelle Verbesserung des ländlichen Raums bringen sollen. Nachdem er die umfangreichen Verbesserungen für Scheidental in Wegebau, Dorfverschönerungen, Radwegebau oder fünf neue Brücken aufgezeigt hatte, ging er auf die Reisenbacher Details ein. Denn nachdem das neu zu ordnende Gebiet festgelegt ist, wird die Gründung einer Teilnehmergesellschaft notwendig, um dann Neuvermessung, Anhörung der Grundstückseigentümer, Einweisung der neuen Grundstücke und schließlich die Aufstellung des Flurbereinigungsplans vornehmen zu können. Die Flurneuordnung könnte 2018/19 beginnen und würde zehn bis 15 Jahre andauern. Für die überschlagenen Ausführungskosten in Höhe von 2,3 Millionen Euro ist eine Förderung bis 85 Prozent angedacht.

Der Löwenanteil von 1,63 Millionen Euro wird dabei wohl in 20 Kilometer Wegebau fließen, was nach Aussage von Ortsvorsteher Mathias Rechner sowohl ganz im Sinne von Ortschaftsrat, Bürgern und Jagdgenossenschaft ist. Die Reisenbacher würden praktisch in den Startlöchern stehen und wollen ihren Ort noch schöner gestaltet sehen. Er bat den Gemeinderat nach seiner Laudatio um Unterstützung in diesem Punkt. Die ökologische Voruntersuchung ist im Landratsamt bereits im Gange.

Bekanntgegeben wurde auch noch, dass überraschend die Kreisstraße zwischen Scheidental und Reisenbach in den Herbstferien eine neue Decke bekommt. L.M.