Mudau

Mudauer Gemeinderat tagte Die provisorische Einrichtung von drei Kleinkindgruppen in den Räumen der örtlichen Grundschule war Thema

Fünf Varianten wurden vorgestellt

Archivartikel

In seiner jüngsten Sitzung beschäftigte sich der Mudauer Gemeinderat auch mit der provisorischen Einrichtung von drei Kleinkindgruppen in den Räumen der örtlichen Grundschule.

Mudau. Bereits im März dieses Jahres hatte der Gemeinderat die Verwaltung beauftragt, das Büro Wolfram Architekten aus Buchen mit den Architekturleistungen für die provisorische Einrichtung von drei Kleinkindgruppen in den Räumen der örtlichen Grundschule in die Wege zu leiten. Als Zielvorgabe wurde die Schaffung von drei Gruppenräumen für jeweils zehn Kinder U3 mit zugehörigem Ruheraum und den erforderlichen Sanitäreinrichtungen wie Wickelraum, WC und dergleichen ausgegeben. Auch wurden Fachgespräche wegen der erforderlichen Fluchtwege geführt und der ehemalige Kreisbrandmeister Rainer Dietz aus Dallau mit der Prüfung der Brandschutzmaßnahmen betraut.

Architektin Wolfram stellte fünf Varianten vor mit Kosten in Höhe von 224 000 bis 343 000 Euro. Vor dem Hintergrund, dass sowohl das Kostenverhältnis als auch die spätere Nutzung nach dem Ende des Provisoriums in die Verwirklichung mit einfließen, entschied man sich für eine Unterbringung von drei U3-Gruppen. Der dritte Gruppenraum mit direkter Verbindung zum Flurbereich erfolgt als Containerlösung über einen Zwischencontainer, jedoch erst, wenn der Abriss des Schwesternhauses beginnt. Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger: „Vor allem die erforderlichen Brandschutzmaßnahmen, die Umbaukosten für die Sanitärbereiche und die Ertüchtigung der Elektroinstallation schlagen in der Kostenschätzung von 260 000 Euro stark zu Buche“. Im diesjährigen Verwaltungshaushalt stehen 50 000 Euro zur Verfügung und der Rest sei noch zu finanzieren.

Nachdem die neue Abgasabsauganlage im Feuerwehrgerätehaus Mudau mit inzwischen guten Erfahrungen installiert und genutzt wurde, sollen nun auch die Gerätehäuser in Schloßau, Scheidental und Langenelz ausgestattet werden. Beschlossen wurde hierzu, dass die Firma ecovent aus Lübbecke mit der Lieferung und Installation der Anlagen zum Angebotspreis von 22 196 Euro (Schloßau zwei Stellplätze für 6298 Euro, Scheidental zwei Stellplätze für 9074 Euro und Langenelz ein Stellplatz für 6825 Euro) verantwortlich zeichnet. In einer weiteren Beauftragung wurde die Firma Ulrich Kohlhammer aus Möckmühl mit der Ausführung der Arbeiten zur Sanierung des Löschwasserbehälters in Unterscheidental zum Auftragspreis von 15312 Euro betraut. Als Grund für diese Ausgabe gilt die Feststellung des Sachgebietes Bauwesen in der Gemeindeverwaltung durch Christoph Müller, dass der Löschwasserbehälter undicht ist und anstelle der 80 Kubikmeter Löschwasser lediglich etwa zwei Drittel der Menge zur Verfügung stehen.

Halbjahresbericht

Zur Kenntnis nahm der Gemeinderat den Halbjahresbericht zur Haushaltswirtschaft und zur Wasserversorgung. Demnach kann, so der letzten kameralistischen Vorlage von Kämmerer Gerd Mayer während seiner „Amtszeit“ zu entnehmen, bei den Schlüsselzuweisungen vom Land mit einem leichten Plus gerechnet werden, während man bei den Gewerbesteuereinnahmen mit 220 000 Euro weniger planen muss (gesamt 880 000 Euro). Die Zuführung an den Vermögenshaushalt werde sich voraussichtlich um 30 000 Euro auf 435 000 Euro vermindern. Erfreulich im Vermögenshaushalt, dass trotz der Verminderung der Zuführung vom Verwaltungshaushalt um etwa 300 000 Euro sowie den weiteren Veränderungen, die Kreditaufnahme um rund 550 000 Euro auf 150 000 Euro reduziert werden kann.

Im Eigenbetrieb Wasserversorgung wird damit gerechnet, dass sich der geplante Jahresgewinn beim Wasserverkauf um 10 000 Euro vermindert und nur noch 11 000 Euro beträgt. Festgehalten im Vermögensplan wurde, dass im vergangenen Jahr kein Darlehen aufgenommen werden musste, so dass sich am Jahresende eine Unterdeckung in Höhe von 182 000 Euro ergab. Trotz verminderter Aufwendungen werde sich dadurch der Kreditbedarf nicht vermindern. So beschloss das Gremium die Aufnahme eines Darlehens in Höhe von 500 000 Euro für den Eigenbetrieb Wasserversorgung bei der Witt GmbH & Co. KG mit einer Laufzeit von 25 Jahren.

Aufgrund Empfehlungen des jeweils zuständigen Ortschaftsrates stimmte der Gemeinderat zwei Anträgen in Langenelz und Mudau auf befristete Genehmigungen von Weihnachtsbaumkulturen zu. Hierbei handelt es sich um rund 239 Ar auf Langenelzer Gemarkung und um 32 Ar auf Gemarkung Mudau.

Voraussetzung für die Erhebung von Erschließungsbeiträgen in Baugebieten ist eine öffentliche Widmung der Verkehrsfläche. Aus diesem Grund wurde beschlossen, die Straße „Am Tauenberg“ im Baugebiet „Brückengut III“ in Mudau als Gemeindestraße auszuweisen. In diesem Zusammenhang wurde auch die endgültige Fertigstellung des Baugebietes mit Wirkung zum Februar dieses Jahres festgestellt.

Unter dem Punkt Bauanträge wurde bekannt, dass die Bauvoranfrage des Werkstattbetreibers zum Bau einer Werkstatt mit acht Garagen und zwei Wohnhäusern mit jeweils drei Garagen am Kreisel in Mudau weiter verfolgt wird und man die Stellungnahme des Landratsamtes abwartet, ob der Bebauungsplan nochmals geändert werden muss oder nicht. L.M.