Mudau

Großer Odenwälder Rosenmontagsumzug Rund 1900 Teilnehmer, verteilt auf knapp 60 Zugnummern / Wettergott stand nicht ganz auf der Seite der Organisatoren / Stimmung trotz der Minusgrade „hot“

Gelungener neuer Rekord-Gaudiwurm

Mudau.Kurz vor dem „66-Jährigen“ der Karnevalsgesellschaft „Mudemer Wassersucher“ ist den Verantwortlichen für den großen Odenwälder Rosenmontagsumzug ein neuer Rekord-Gaudiwurm mit rund 1900 närrischen Teilnehmern, verteilt auf knapp 60 Zugnummern, gelungen.

Und obwohl der Wettergott nicht ganz auf der Seite der Mudemer Organisatoren stand, sich selbst närrisch austobte mit Schneemassen zwischen Sonnenscheinperioden, war doch der Zuschauerrekord bei diesem grandiosen Zug durch die Straßen und Gassen der Odenwaldmetropole eine ganz natürliche Folge, die Stimmung entsprechend genial und trotz Minusgraden absolut „hot“.

Neben der „Dosenmusik“ vieler Mottowagen begleiteten fünf Musikvereine den langen Zug: die Musikvereine Mudau, Schloßau, Seckach, Limbach und Schöllenbach. Angeführt von der Riesengruppe der Mudemer „Spitzdudde“ und dem kleinen Prinzenpaar, Lotta I. Kieser und Julius I. von Wedel mit ihrem Hofstaat in Form von Elferrat, Prinzen- und Minigarde, war alles vertreten, was im Ort und der Region einen närrischen Namen hat.

Da wären als Großgruppen der Gesamtgemeinde die Langenelzer „Elzhepfer“, die „Dumbocher Turmspatzen“ („guckt se o, nos en se do“) zusammen mit ihrem „7er-Rat“, die „Schlossemer Bajasse“, die „Reischebocher Turmwächter“, die „Steebocher Weckgubber“ als Emojis sowie die „Schernemer Eckenarre“ zu nennen, aber auch die „Laudeberch Überzwerch“, die Ziegelhäuser Hexen, die „Merchemer Brogge“ und die Breitenbronner „Lumpen“.

Von den befreundeten Fastnachtsvereinen präsentierten sich die „Seggemer Schlotfeger“, die Amorbacher „Jolle“, die FG „Fideler Aff“ Walldürn, die Allfelder „Weißköpf“, die FG „Schorlemafia“ Trienz, mit „Stöwer Karren“ und Bettflaschen der Karneval-Klub-Königheim, als Piratengruppe die „Schobbebube“ Schneeberg und die KG „Wulle Wack“ aus Limbach mit den „Garden Wullis“, Prinzenpaar und Elferrat. Märchenhaft zeigte sich die Hesselbacher Jugend mit „Rotkäppchen und der böse Wolf“, ein Thema, das auch die „Wilden“ aus dem Ittertal beschäftigte. Der TC Mudau tanzte auf dem Regenbogen, die „Wild Hogs Laudenberg“ ließen die Steinzeit wieder aufleben, der „Wilde Haufen“ kam als süße Candygirls und verstand sich natürlich hervorragend mit dem „Candyshop“ vom Mixed-Team. „Ganz verzaubert“ zeigte sich der Jugend- und Heimatverein Beuchen. Der „Platteks Trupp“ präsentierte wie die „Etpegarter“ auch eine supertolle Clownerie.

Der TV Walldürn hatte „Cars“ zum Thema. Bei den Fastnachtsfreunden Eberbach traf Märchenwelt auf Odenwald. Für die Dorfkinder war es „5 vor 12“, Spriti und seine Freunde fühlten sich in Malle wohl, dabei zeigten die Wagenschwender „whats up“ in der Heimat ist, und der CC Rot-Weiß aus dem hessischen Steinbach ging von der Fastnacht direkt auf den Bau, unterstützt von „Bob der Baumeister“ aus dem Reichenbucher Jugendraum und vom „Truck Stop Dürn“ der Walldürner Freizeitjugend.

Die Reischebocher Jugend weilte auf Safari, Ingo und Co dieses Mal ohne Flamingo, und als eine kleine Schwarzwaldmarie entpuppte sich der „Schofscheraschorschl“. Vollgas gaben in Sachen Stimmung die Schlepperfreunde aus Aglasterhausen. Und als drolliger Duracell-Hase hoppelte die „Faschnacht Balsbach-Mudi“, während so ganz nebenbei die Karnevalsfreunde „Haidebow“ auf dem Mississippi fuhren – und das im kalten Mudauer Odenwald.

Als glanzvoller Schluss des Gaudiwurms, der sich bei unglaublicher Stimmung mit gefühlten „Tonnen von fliegenden Süßigkeiten“ durch die Hauptstraße bis zur Odenwaldhalle schlängelte, brillierte der Gastgeber mit der närrischen Regentschaft, Ihrer Lieblichkeit Prinzessin Kathy I. und Seiner Tollität Prinz Simon I. Reichert, und ihrem beratenden Wassersucherrat, der Prinzen- und der Wassersuchergarde sowie der Gallionsfigur, Wassersucher Noby Münch. L.M.