Mudau

Verein Örtliche Geschichte Schloßau/Waldauerbach Mitglieder sanierten Hirtenbrunnen

"Härdebrunne" erstrahlt in neuem Glanz

Schloßau.Mit viel Engagement haben die Mitglieder des Vereins "Örtliche Geschichte Schloßau/Waldauerbach" den sogenannten "Härdebrunne" (Hirtenbrunnen) in Schloßau saniert.

Darüber hinaus wurde dessen Umgebung gestaltet und mit finanzieller Hilfe des Ingenieur-Büros Sack und Partner aus Adelsheim ein Tisch mit Bänken aufgestellt. Dabei wirkte der Mudauer Bauhof mit. Die Gemeinde hat die noch fehlenden 800 Euro "zugeschossen". Gemeinsam wurde so ein toller Treffpunkt für die Schloßauer geschaffen.

Wie der "Infotafel" zu entnehmen ist, stand am Schloßauer Bach ursprünglich auch das Hirtenhaus, erstmals erwähnt 1440, das dem Gemeindehirten zur freien Wohnung diente. Für seine Dienste erhielt er außerdem noch Naturalien von den Bauern. Immer wieder fanden die Heimatkundler ähnliche Vermerke im Jahr- und Lagerbuch des Klosters Amorbach, ebenso wie bei den Leiningern, den Rechnungs- und Urkundebüchern der Gemeinde Schloßau.

Als genaue Lagebeschreibung 1845 beispielsweise "vorn der Brunnen, hinten Valtin Galms Wiesen, einseits Johann Grimm, anderseits Michel Schüßler." Zum Haus gehörte auch das sogenannte "Kiefersgärtle".

Informationstafel

Als letzte Bewohner sind die Kinder des Hirten Johann Müller, der "Härde Karl" und seine Schwester, die "Härde Orschel" (Ursel), erwähnt. Im Oktober 1845 wurde das baufällige Gemeinde-Hirtenhaus von Michel Schäfer ersteigert und fünf Jahre später, also 410 Jahre nach der ersten Erwähnung, abgerissen. L.M.