Mudau

Theater der Kolpingsfamilie Mudau Dreistündige Vorführung in der Odenwaldhalle begeisterte die Zuschauer

Lange Vorbereitung hat sich gelohnt

Mudau.Seit Wochen hat sich die Theatergruppe der Mudauer Kolpingfamilie intensiHabt IOhr noch alle?v auf die Aufführung der Kriminalkomödie „Die ausgebuffte Rentner-WG“ vorbereitet – und es hat sich gelohnt. Schon die Premiere geriet zu einem Großangriff auf die Lachmuskulatur der restlos begeisterten Theaterbesucher und so durfte knapp drei Stunden lang in der Odenwaldhalle über die haarsträubende Geschichte nach Herzen gelacht, geschmunzelt und natürlich applaudiert werden.

Nikolaus im Doppelpack

Zum Inhalt: Es herrschte Ebbe in der Kasse der Senioren-Wohngemeinschaft. Die vier Mitglieder der WG ignorierten alle Rechnungen und kamen mehr schlecht als recht über die Runden, und weil es sein musste, war sogar „geborgtes“ Geld aus dem Opferstock der Kirche nötig. Der Pfarrer zweifelte fast schon an seinem Verstand, als er den „Leihschein“ fand. Dann rückten zwei als Nikolaus verkleidete Männer in den Blickpunkt. August Stein sollte im Auftrag des Pfarrers die Buben und Mädchen im Kindergarten als Nikolaus überraschen, doch ein Ganove überfiel zeitgleich – ebenfalls im Nikolauskostüm verkleidet – die Bank und suchte Unterschlupf im Rentner-Haus. Am Ende wurde der Bankräuber dann doch nach allen Regeln der Kunst aufs Kreuz gelegt, und für die rührigen Rentner fiel sogar ein Stück von der Beute, ab. Für die Rollen waren folgende Personen eingeteilt: Gerald Hemberger spielte den schwerhörigen, aber schlitzohrigen August Stein. Paul Scheuermann übernahm die Rolle des Casanovas Johann Witz. Andrea Thier wollte als Lotte Bröckel für alle nur das Beste und Anna-Lena Friedel spielte die coole Käddi Hase. Diese vier bildeten die Rentner-WG. In der Wohnstube des Quartetts fanden sich auch die übrigen Charaktere ein. Martina Drabinsky verkörperte Käddis Enkelin Veronika Hase, eine Polizeianwärterin. Michaela Kistner putzte als Polin Vladira bei den älteren Herrschaften fast ehrenamtlich. Anette von Wedel schlüpfte in die Rolle von Sparkassendirektorin Clothilde Zocke, welche stark lispelte und die Marotte hatte, mit der Nase zu wackeln, wenn sie aufgeregt war. Manfred Dambach übernahm die Rolle von Heinz-Udo, dem tölpelhaften Ehemann von Clothilde. Dann war da noch der gutmütige Pastor Albert, gespielt von Timo Huberty, und Bankräuber Ede Steinbeisser, den Mario Gaibler verkörperte. Komplettiert wurde die Gruppe durch Souffleuse Alexandra Meixner und Klaus Schork, der in bekannt guter Manier Regie führte. Die Maske hatte Beate Volk übernommen und um das gesamte Drumherum kümmerte sich Manfred Dambach.

Die Kolpingfamilie sorgte in den Pausen für das Essen und Getränke. Manfred Dambach als Mitglied des Kolping-Vorstandsteams dankte allen Helfern vor und hinter der Bühne. Regisseur Klaus Schork richtete einige Schlussworte an die Besucher mit einem besonderen Dank an die Theatergruppe, ganz besonders aber an Anna-Lena Friedel, die sehr kurzfristig eine der Hauptrollen übernommen hatte. L.M.