Mudau

Zeltkirche Modernes Wandbild mit den beiden Kirchenpatronen

Petrus und Paulus zieren den Eingang

Archivartikel

Petrus und Paulus zieren nun den Eingang der Scheidentaler Zeltkirche.

Scheidental. Die Scheidentaler Zeltkirche erfreut sich seit vielen Jahren aufgrund ihres einmaligen neuzeitlichen Baustils großer Beliebtheit. Vor allem die bunte Seitenverglasung sucht bei Sonnenlicht ihres Gleichen im Kircheninnenraum.

Was dem ganzen Ensemble bisher jedoch ein eher tristes Dasein bescherte, war die kahle Wandfläche im Außenbereich über dem Haupteingang. Umso mehr kamen Stimmen auf, diese Freifläche dem Gesamtbild der Kirche anzugleichen. Jetzt wurde der Bereich mit einer Bibelszene versehen.

Das Vorhaben begann zum Jahresbeginn 2017, als die Gedanken zur Verschönerung der Kirche schließlich konkreter wurden. Die Idee und den Wunsch hatte die Scheidentaler Mesnerin Anita Hofmann geäußert, die bei den Bemühungen um das Wandbild von Ortsvorsteher Klaus Schork unterstützt wurde. Schnell gelang es, einen ersten Plan für die vorgesehene Fassadengestaltung auf einen Nenner zu bringen. Für die Ausführung konnte sehr bald der Heidelberger Künstler Daniel Thouw gewonnen werden, der sich für die Gestaltung sehr großer Bilder einen Namen erworben hat.

Bereits im Sommer 2017 wurden die historisch fundierten Grundlagen über die Kirchenpatrone „Petrus und Paulus“ mit den Ideen von Künstler Thouw in einer ersten Skizze zu Papier gebracht. Hierbei berücksichtigte man auch die Vorgaben des Kirchenbauamtes und den vorgesehenen finanziellen Rahmen.

Für einen originalgetreuen Entwurf ließ der Künstler danach Theaterschauspieler im Stile von Petrus und Paulus eine Bibelszene darstellen, die er abfotografierte und auf Leinwand (Ein-mal-Ein Meter) malte.

In der Fastenzeit 2018 wurde das Leinwandbild schließlich den Scheidentaler Kirchenbesuchern vorgestellt. Der Entwurf fand auch dort breite Zustimmung.

Nach der Vorbereitung der Wandfläche begann der Künstler Anfang Juni schließlich mit der Realisierung des Wandbildes. Hierzu nutzte er kein Gerüst, sondern einen Steiger, um die Arbeit auch von der Ferne beurteilen zu können.

„Besonderes Projekt“

Für ihn war es nach eigenen Aussagen ein besonderes Projekt, denn er erfuhr eine große Akzeptanz seitens der Bevölkerung, während des einwöchigen Aufenthalts in Scheidental.

Mit einem feierlichen Festgottesdienst unter musikalischer Begleitung der Schloßauer Musikanten wurde schließlich das Wandbild bei strahlendem Sonnenschein am 1. Juli eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben.