Mudau

„Spreiselesvokääfer“ zogen in Mudau von Haus zu Haus

Mudau.Es schneite, was das Zeug hielt. Der Wind war eisig. Und doch ließen es sich die „Spreiselesvokääfer“ der Karnevalsgesellschaft „Mudemer Wassersucher“ nicht nehmen, sich am Gasthaus „Zur Pfalz“ zu treffen, um dann mit ihren Leiterwagen von Haus zu Haus zu ziehen, um ihre Spreisele anzubieten. „Leijt kaaft Spreisele, lala lala, es koscht nur en Euro oder mehr“. Waren früher die Ärmsten der Armen unkenntlich maskiert mit ihren Spreisele an Fastnacht unterwegs, weil sie sich ihrer Armut schämten und nicht erkannt werden wollten, so sorgt die unglaubliche große Gruppe der närrischen „Spreiselesvokääfer“ heute dafür, dass diese Zeit nicht vergessen wird – und dass die Spenden und Einnahmen an diesem Tag dem Narrensamen zu Gute kommen. Schade ist nur, dass sie heute nur noch in wenigen Häusern willkommen sind, weil nur noch die Ur-Mudauer den Ursprung und Sinn dieses Brauches kennen. Bild: Liane Merkle