Mudau

Gemeinderat Mudau Zahlreiche neue Bauplätze geplant / Für Renovierung der Hauptschulklassenzimmer stehen 100 000 Euro zur Verfügung

Thema Wohnraum dominierte Sitzung

Mudau.Den Inhalten einer Bauausschusssitzung ähnelnd, bestimmten Bebauungspläne und Bauvergaben die jüngste Sitzung des Gemeinderates im Mudauer Feuerwehrgerätehaus. So stimmte das Gremium dem Vorschlag der Verwaltung und in enger Absprache mit dem Ortschaftsrat zu, das bestehende Baugebiet „Neuhof“ auf Donebacher Gemarkung entlang des Fasanenwegs mit einer weiteren Baufläche zu verlängern.

Erster Abschnitt

Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger meinte in diesem Zusammenhang: „Die bisher vorgesehene Wohnbaufläche ,Schöne Aussicht’ wird im Zuge der Fortschreibung des Flächennutzungsplanes aufgegeben.“ Die Fläche am Fasanenweg dagegen rundet die Ortslage an dieser Stelle ab und schließt entlang des Fasanenwegs die bestehende Baulücke zu einem Wohnhaus im Außenbereich. In einem ersten Bauabschnitt, den Herr Lange vom Ingenieurbüro für Kommunalplanung aus Mosbach vorstellte, könnten nach dem Willen des Gemeinderates entlang des Fasanenwegs vier neue Bauplätze entstehen. Insgesamt sind mittel- bis langfristig sieben neue Bauplätze geplant. Neben der Zustimmung zum Bebauungsplanentwurf beauftragte der Gemeinderat die Verwaltung mit der Durchführung der Bürger- und Behördenanhörung. Danach soll der Grunderwerb der Flächen durchgeführt werden.

Auch in Reisenbach im Baugebiet „Reisenbach Ost“ gibt es keine Bauflächen mehr, wodurch nun ein neues Baugebiet für sieben Bauplätze erschlossen werden soll. So gab man dem vorgestellten Entwurf des Bebauungsplanes „Daniersweg“ in Reisenbach seine Zustimmung und beauftragte die Verwaltung auch hier, die Bürger- und Behördenanhörung durchzuführen und danach den Grunderwerb zu sichern. Wie in Donebach wurde das Mosbacher Ingenieurbüro mit den städtebaulichen Leistungen und das Büro für Umweltplanung Walter Simon mit den artenschutzrechtlichen Prüfungen beauftragt.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt beschloss man, den aus dem Jahr 2003 stammenden Bebauungsplan „Neuer Garten II“ in Scheidental im vereinfachten Verfahren zu ändern. So soll die bisher festgesetzte, eingeschossige Bebauung aufgehoben und eine zweigeschossige Bebauung erlaubt werden. Weiter gelte es, den zur Landstraße angelegten Erdwall in seiner jetzigen Ausdehnung in den Bebauungsplan zu integrieren.

Auf Asbest geprüft

Der Gemeinderat stimmte auch der Renovierung der Räumlichkeiten der ehemaligen Hauptschule als Grundlage für den Umzug der Grundschule Mudau zu. Gleichzeitig wurde nach der Vorstellung durch Christoph Müller die Firma Bembé aus Bad Mergentheim nach Prüfung der Böden auf Asbesthaltigkeit mit den Sanierungsarbeiten an den bestehenden Linoleum-Belägen in neun Klassenzimmern für 22 657 Euro beauftragt. Den Zuschlag für die Elektroarbeiten mit Beschaffung der Materialien für die Erneuerung der Beleuchtung in sieben Klassenzimmern erhielt die Firma Fischer-Zander aus Erlenbach zum Angebotspreis von 21 750 Euro. Im Zuge des Wegfalls der Hauptschule Mudau sind insgesamt neun Klassenzimmer leerstehend. Vorübergehend werde davon acht Zimmer derzeit als Übergangsdomizil von der Rathausverwaltung genutzt. Nach dem Auszug der Verwaltung sollen die vorhandenen Klassenzimmer des Hauptschultraktes für den Umzug der Grundschule ertüchtigt werden. Für die gesamte Maßnahme stehen 100 000 Euro im Verwaltungshaushalt zur Verfügung.

Weiter wurde die Firma HF Bau aus Balsbach mit der Ausführung der Oberflächenwasserableitung im Bereich des „Totenwegs“ in Schloßau für 27 440 Euro und mit den Unterhaltungsarbeiten der Böschungssicherung „Im Mühlengrund“ im Ünglert für 26 134 Euro beauftragt. Nach gemeinsamer Ausarbeitung mit den Ortschaftsräten und Katharina Fertig von der Gemeindeverwaltung beschloss das Gremium auch eine Erweiterung und sinnvolle Ergänzung der Ganznachtbeleuchtung. Gemeindeweit sollen alle halbnächtlichen Leuchten bis 23.30 Uhr und 157 Leuchten – 81 mehr als bisher – die ganze Nacht brennen. Durch die Umstellung auf LED-Technik und Änderung der Schaltzeiten rechnet die Verwaltung mit finanziellen Einsparungen. Abschließend wurde die Annahme von Spenden beschlossen. Demnach erhielt die Feuerwehr Mudau 650 Euro, die Heimatpflege Scheidental 153,88 Euro und die Friedhofsglocke (elektronische Läuteanlage) in Donebach 2400 Euro. Abschließend stellte die stellvertretende Hauptamtsleiterin Ayleen Cichy die vorliegenden Bauanträge vor und Bürgermeister Rippberger appellierte, dass die Bürger von ihrem Wahlrecht am 25. Mai regen Gebrauch machen. Des Weiteren informierte er über die Begehung des ehemaligen Sendegeländes, dessen Rückbau so vom Landratsamt nicht abgenommen wird. Es seien erhebliche Nachbesserungen erforderlich. L.M.