Mudau

Grundschule Schloßau Feierliche Amtseinführung von Rektor Markus Wellm in der Sporthalle / Verantwortliche fordern „frischen Wind“

Viele lobende Worte für den neuen Schulleiter

Schloßau.Schulamtsdirektor Uwe Wurz hat Markus Wellm am Dienstag offiziell in sein Amt als Rektor der Grundschule Schloßau eingeführt. Wellm bekleidet das Amt bereits seit März dieses Jahres. Die Grundschüler der Klassen eins bis vier sorgten für eine liebevolle Feier zur Amtseinführung des neuen Rektors in der Sporthalle.

Sie sangen Lieder, die auf den neuen Rektor umgedichtet waren. Eine Blockflötengruppe spielte, und schließlich musizierten Schüler rhythmisch und originell mit „Boomwhackers“. Das sind unterschiedlich lange Kunststoffröhren, die harmonisch aufeinander abgestimmt sind. Der Klang entstand, indem die Schüler diese sich auf die Arme schlugen. Außerdem zierten mit Wasserfarbe gemalte Porträts die Rückwand der Halle. Jedes dieser Bilder stellte den neuen Rektor Markus Wellm dar.

Die Gäste, die zur Amtseinführung sprachen, fanden nur lobende Worte für den neuen Schulleiter. Peter Back vom Staatlichen Schulamt Mannheim (SSA) hatte die Grundschule Schloßau nach dem Ausscheiden von Rektorin Sofie Klopsch ein Jahr lang kommissarisch geleitet. Er zeigte sich überzeugt davon, dass Wellm die Anforderungen an einen Schulleiter erfülle: „Ein Schulleiter muss pädagogisch geschickt sein. Außerdem soll er innovativ sein, aber mit Althergebrachten nicht brechen.“

Kinder im Blick haben

Und zudem müsse er bereit sein, „staubtrockene Verwaltungsarbeit“ zu verrichten. Zuallererst müsse er „die Kinder im Blick haben und im Herzen tragen.“ Back attestierte dem neuen Rektor, dass er „mit Leib und Seele Lehrer“ sei. „Du kümmerst dich um jedes einzelne Kind“, stellte er fest. Er wünschte ihm weiterhin viel Freude in dem „Hochleistungs- und Verschleißberuf Lehrer“ und viel Erfolg als neuer Rektor der Schule.

Familiäre Atmosphäre

„Das ist eine tolle Schule“, stellte Schulamtsdirektor Uwe Wurz zu Beginn seiner Ansprache fest. Eine familiäre Atmosphäre sei sofort spürbar. Er lobte die ehemalige Rektorin Sofie Klopsch, die mit ihrer jahrelangen Arbeit wesentlich dazu beigetragen habe, dass die Schule „exzellente Bewertungen in der Fremdevaluation“ erhalten habe. „Sie treten in große Fußstapfen“, sagte der Schulamtsdirektor zu Wellm. Er ging auf die Voraussetzungen für eine gelingende Schulbildung ein. „Die wichtigste Rolle spielt die Persönlichkeit der Lehrkraft“, sagte Wurz. Ein Lehrer müsse begeistert davon sein, „möglichst viele Schüler möglichst weit“ bringen zu wollen. Dass Wellm diese Voraussetzungen mitbringt, belegte der Schulamtsdirektor mit Beurteilungen aus dessen Personalakte. „Konstruktiv, belastbar, gewissenhaft, beispielgebend“, hieß es unter anderem darin. Auch wurde die „große Einsatzbereitschaft“ des neuen Rektors gelobt. „Sie erhielten hervorragende dienstliche Beurteilungen“, fasste Uwe Wurz zusammen. Als Rektor müsse er nun auch Führungsarbeit übernehmen. „Das ist immer auch Beziehungsarbeit“, sagte Wurz. „Erfolgreich ist, wer andere erfolgreich macht“, schloss er seine Ausführungen und übergab die Ernennungsurkunde an den neuen Schulleiter. „Das ist ein Feiertag für uns und schön für unsere Ortsteile“, stellte Mudaus Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger fest. Er freute sich darüber, dass eine so kleine Schule im ländlichen Raum weiterentwickelt werde. „Gut ausgebildete Kinder sind wertvoller als eingespartes Geld“, sagte er und sprach sich damit gegen das Schließen kleiner Schulen aus. Rippberger kennt Wellm als „erfahrenen Pädagogen und Mannschaftssportler mit Hang zur Musik“. Er freut sich auf die Zusammenarbeit mit dem Rektor und der Schule.

Auch Ortsvorsteher Herbert Münkel freute sich darüber, dass die „gut funktionierende Grundschule“ einen neuen Rektor erhalten habe. Er bot dem Rektor und seinem Lehrerkollegium seine Unterstützung und Zusammenarbeit an. Der evangelische Schuldekan Martin Schwarz sprach auch im Namen seines katholischen Kollegen Robert Schmeiser. „Sie sind für uns ein Gottesgeschenk“, sagte er zu Wellm. Er appellierte an diesen und seine Kollegen, Schülern „Räume in andere Wirklichkeiten zu öffnen. Denn das Messbare ist nicht alles. Leben ist mehr.“

Auch Elternbeiratsvorsitzende Manuela Mechler-Geier gratulierte dem neuen Rektor. Sie wünschte sich, dass Wellm „Altbewährtes mit frischen Wind kombinieren“ möge. Dass der neue Rektor das könne, habe er in seinen ersten Wochen im Amt bereits gezeigt. Mechler-Geier nannte hier den Waldsporttag, die Bundesjugendspiele und den Projektchor. Sie überreichte Wellm eine Schultüte und Blumen an dessen Frau.

Gutes Miteinander erhalten

„Schule soll Spannung ins Leben bringen und Spaß machen“, sagte Wellm in seiner Rede. Er will das unter der Leitung seiner Vorgängerin geschaffene gute Lernklima und das gute Miteinander zwischen Lehrern und Schülern erhalten. „Die Schule soll wie eine große Familie sein“, sagte er. „Auch eine kleine Schule kann große Leistungen vollbringen.“ Er dankte allen Gästen und Mitwirkenden an der Feier sowie allen, die sich für die Grundschule Schloßau eingesetzt haben.

An der Grundschule unterrichten sieben Lehrkräfte derzeit 54 Schüler in vier Jahrgängen. Diese verteilen sich auf drei Schulklassen. Die Kinder kommen aus den Ortsteilen Schloßau-Waldauerbach, Scheidental und Reisenbach. mb