Neckar-Odenwald

Informationen und Tipps zur Wahl des Kreistags Nur Bewerber, die auf dem Stimmzettel stehen, sind wählbar

42 Kreistagsmitglieder sind am Sonntag zu wählen

Archivartikel

Neckar-Odenwald-Kreis.Am 26. Mai sind bei der Wahl des Kreistags in sieben Wahlkreisen 42 Kreisrätinnen und Kreisräte zu wählen; durch den sogenannten „Verhältnisausgleich“ kann sich die Mitgliederzahl aber auch noch erhöhen. Die CDU, die SPD, die Freien Wähler, die Grünen, die FDP und die AfD haben in allen Wahlkreisen gültige Wahlvorschläge eingereicht. Im Wahlkreis 1 tritt zudem noch die DCB an. Die Namen der Bewerber wurden bereits am 18. April in den Tageszeitungen öffentlich bekannt gemacht.

Jedem Wähler geht rechtzeitig vor der Wahl ein hellgrüner Stimmzettel zu, der sich aus den „Einzelstimmzetteln“ der jeweiligen Wahlvorschläge zusammensetzt. Der Vordruck im Ganzen ist perforiert, so dass jeder einzelne amtliche Stimmzettel abgetrennt werden kann.

Die Wahl erfolgt grundsätzlich persönlich im Wahllokal oder durch Briefwahl (Briefwahlunterlagen können noch bis Freitag, 24. Mai, 18 Uhr, oder bei nachgewiesener plötzlicher Erkrankung auch noch bis zum Wahltag, 15 Uhr, beim Bürgermeisteramt beantragt werden). Schreib- oder leseunkundige Wähler beziehungsweise Personen, die wegen einer körperlichen Beeinträchtigung gehindert sind, ihre Stimme allein abzugeben, dürfen sich einer Vertrauensperson zur Stimmabgabe bedienen.

Jeder Wahlberechtigte darf höchstens so viele Stimmen vergeben, wie im jeweiligen Wahlkreis Kreisräte zu wählen sind: In den Wahlkreisen 1 (Hardheim, Höpfingen, Walldürn), 3 (Adelsheim, Osterburken, Ravenstein, Rosenberg, Seckach) und 5 (Binau, Fahrenbach, Limbach, Mudau, Neckargerach, Waldbrunn, Zwingenberg) sind je sechs, in den Wahlkreisen 2 (Buchen) und 4 (Billigheim, Elztal, Schefflenz) je fünf und in den Wahlkreisen 6 (Aglasterhausen, Haßmersheim, Hüffenhardt, Neunkirchen, Obrigheim, Schwarzach) und 7 (Mosbach, Neckarzimmern) sind je sieben Mitglieder des Kreistags zu wählen – dementsprechend viele Stimmen dürfen also auch vergeben werden.

Diese maximale Stimmenzahl darf in keinem Fall überschritten werden. Wer zu viele Stimmen vergibt, macht seinen Stimmzettel ungültig.

Kumulieren und panaschieren

Zu beachten ist, dass nur Bewerber, die in einem der Stimmzettel namentlich aufgeführt sind, gewählt werden können. Der Wähler kann entscheiden, ob er einen Einzelstimmzettel, also nur eine Partei oder Wählervereinigung, abgeben möchte oder auch mehrere. Kreuzt man das Kästchen hinter dem vorgedruckten Namen eines Bewerbers an oder trägt man die Zahl 1 ein, erhält dieser Bewerber eine Stimme; möchte man ihm zwei oder drei Stimmen geben, trägt man die entsprechende Zahl ein. Dieses Verfahren wird „kumulieren“ genannt.

Bewerber, deren vorgedruckte Namen nicht ausdrücklich gekennzeichnet sind, erhalten keine Stimme. Es genügt deshalb auch nicht, die Namen der Bewerber, die man nicht wählen will, einfach durchzustreichen. Will man mit nur einem Stimmzettel wählen, aber auch Bewerbern aus anderen Stimmzetteln Stimmen geben, kann man deren Namen in die freien Zeilen des Stimmzettels eintragen, den man für die Stimmabgabe verwendet. Dies nennt man „panaschieren“. Hierdurch erhält der Bewerber eine Stimme, man kann ihm durch entsprechende Kennzeichnung aber auch zwei oder drei Stimmen geben. Die Stimmen, die dieser Bewerber erhält, werden bei der Sitzverteilung jeweils dem Wahlvorschlag zugerechnet, aus dem er übernommen worden ist.

Eine weitere Besonderheit ist die: Man kann einen der Stimmzettel ganz ohne Kennzeichnung abgeben. Dann erhalten so viele auf diesem Stimmzettel aufgeführte Bewerber in der Reihenfolge von oben eine Stimme, wie in diesem Wahlkreis Mitglieder des Kreistags zu wählen sind. Dasselbe gilt, wenn man den Stimmzettel im Ganzen kennzeichnet. Wichtig ist vor allem, dass der Stimmzettel nicht durchgestrichen, durchgerissen oder durchgeschnitten werden darf, sonst ist er ungültig.

Die vorläufigen Wahlergebnisse der einzelnen Wahlkreise der Kreistagswahl werden am Montag nach der Wahl auf die Homepage des Neckar-Odenwald-Kreises eingestellt, sobald sie vorliegen.