Neckar-Odenwald

„Ältester Heizkessel im Neckar-Odenwald-Kreis gesucht“ Familie Holdermann gewinnt neues Gerät

„Alte Eisen“ leisten ihren Dienst

Archivartikel

Neckar-Odenwald-Kreis.„Alter Schwede“ könnte man fast sagen: Bei einer Aktion der Energieagentur Neckar-Odenwald (EAN) vom vergangenen Jahr wurde der älteste Heizkessel des Landkreises in einem Privathaus gesucht. Die Initiatoren Uwe Ristl von der EAN sowie die Stadtwerke aus Mosbach, Buchen und Walldürn sowie die Innung Heizung, Sanitär und Klima freuten sich über mehr als 50 Teilnehmer. Als „Gewinner“ wurde nun ein Kessel aus, wie bereits erwähnt, schwedischer Produktion aus dem Jahre 1966 bei der Familie Dagmar und Irene Holdermann aus Kälbertshausen gekürt. Diese Aktion war möglich, weil der deutsche Kesselhersteller Brötje einen Brennwertkessel im Wert von über 5000 Euro als Gewinn zur Verfügung gestellt hatte.

Klimaschutz und Heizkosten

Dabei hatten die Initiatoren vor allem eines im Sinn: Viele alte Heizungsanlagen leisten im Neckar-Odenwald-Kreis immer noch ihren Dienst. Diese stammen aus einer Zeit, wo Klimaschutz und Heizkosten eine eher untergeordnete Rolle gespielt haben.

Zudem schreibt die Energieeinsparverordnung vor, dass Heizkessel, die vor dem 1. Januar 1985 eingebaut wurden oder nach 30 Jahren Betriebszeit, unter bestimmten Voraussetzungen auszutauschen sind. Allerdings sind Heizkessel in Ein- und Zweifamilienhäusern, die seit dem 1. Februar 2002 von den Eigentümern genutzt werden, von dieser Regelung ausgenommen. Rund die Hälfte der emittierten Treibhausgase in der Region sind dem Wärmesektor, also der Beheizung von Gebäuden, zuzuordnen. Gesucht wurde der älteste noch in Betrieb befindliche Heizkessel einer Zentralheizung, egal ob Öl oder Gas. Der Heizkessel der Familie Holdermann leistet nun seit über 50 Jahren treue Dienste. Weitere sechs Anlagen waren ebenfalls aus den 60er Jahren.