Neckar-Odenwald

Afrikanische Schweinepest

Anreiz für die verstärkte Bejagung

Archivartikel

Neckar-Odenwald-Kreis.Der Neckar-Odenwald-Kreis wird bis auf weiteres für die Untersuchung von durch die Jäger selbst genommenen Trichinenproben von Schwarzwild keine Gebühr mehr erheben. Schon vor einigen Wochen hatte der Kreistag des Neckar-Odenwald-Kreises beschlossen, auf eine Gebührenerhebung zu verzichten, sofern sich das Land an den Kosten beteiligt. Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz hat nun eine Kostenbeteiligung bis auf weiteres zusagt.

Die Gebührenfreiheit gilt ausschließlich für Proben, die aufgrund einer Beauftragung des Veterinäramtes Buchen von im Neckar- Odenwald-Kreis beauftragten Jägern genommen werden. Kostenpflichtig bleibt also die Untersuchung von Proben, die von Jägern mit Beauftragung anderer Landkreise bei Untersuchungsstellen abgegeben werden. Auch die durch amtliches Personal durchgeführte Probenahme – beispielsweise im Rahmen von Drückjagden – bleibt weiterhin kostenpflichtig.

Dem Kreistagsbeschluss entsprechend beginnt die Gebührenfreiheit rückwirkend zum 18. April. Entscheidend ist das auf dem Wildursprungsschein dokumentierte Untersuchungsdatum der Probe. „Wir hoffen, hiermit im Rahmen der Vorsorgemaßnahmen zur Afrikanischen Schweinepest einen Anreiz für die verstärkte Bejagung von Wildschweinen zu schaffen und die Wildbretvermarktung durch diese Kostenreduzierung zumindest etwas zu erleichtern“, so Dr. Ulrich Bennemann vom Landratsamt Neckar-Odenwald-Kreis.