Neckar-Odenwald

Keuchhustenwelle im Kreis Gesundheitsamt ruft zu Impfungen auf

Babys sind besonders gefährdet

Archivartikel

Neckar-Odenwald-Kreis.Im ersten Halbjahr gab es im Kreis bereits 100 Keuchhusten-Fälle und damit bald doppelt so viele Erkrankungen wie im gesamten Jahr 2017, zumal man von einer sehr hohen Dunkelziffer ausgehen muss.

Keuchhusten ist eine Krankheit, die Menschen jeden Alters treffen kann. Erwachsene erkranken oft unbemerkt und stecken dann Kinder und Babys an, für letztere kann die Erkrankung lebensbedrohlich werden. Deshalb sollten nicht nur Babys, sondern auch Erwachsene generell gegen Keuchhusten geimpft werden. Die Krankheit wird beim Niesen, Husten oder Sprechen weitergegeben und die Wahrscheinlichkeit, sich bei einem erkrankten Familienmitglied anzustecken, liegt bei fast 100 Prozent.

Bleibende Schäden

Der Keuchhusten beginnt als grippeartige Krankheit, nach ungefähr zwei Wochen kommt es dann zu den Hustenattacken. In diesem Zusammenhang können bleibende Schäden an Lunge und Bronchien auftreten. Säuglinge können eine Lungenentzündung, Mittelohrentzündung oder sogar selten Krampfanfälle bekommen. Grundsätzlich besteht für Säuglinge auch eine Gefahr der Atemnot. Die Krankheit zieht sich über Wochen.

Aus Sicht des Gesundheitsamtes ist es besonders wichtig, an die Auffrischimpfung im Jugendalter (10 bis 17 Jahre) zu denken, denn in der Schule wird die Krankheit oft weitergegeben. Erwachsene sollten sich einmalig, gemeinsam mit Tetanus, Diphtherie und Polio, impfen lassen.