Neckar-Odenwald

Arbeitskreis Gerontopsychiatrie Mit Veranstaltungen das Thema „Demenz“ in den Blickpunkt rücken / Foto-Ausstellung „Was heißt schon alt“ zum Start

Das Geheimnis des Alters wird beleuchtet

Archivartikel

Mit der Ausstellung „Was heißt schon alt“ des Fotografen Michael Hagedorn wird am 27. September eine Veranstaltungsreihe des Arbeitskreises Gerontopsychiatrie eröffnet, die Demenz zum Thema hat.

Neckar-Odenwald-Kreis. Der Arbeitskreis Gerontopsychiatrie will das Thema „Demenz“ im Herbst mit mehreren Veranstaltungen stärker in den Blickpunkt rücken und die zentralen Anlauf- und Koordinierungsstellen in Buchen und Mosbach bekannter machen. Verschiedene Ärzte, Gruppen, Dienste und Einrichtungen des Neckar-Odenwald-Kreises, die sich eine Verbesserung der Versorgungssituation demenzkranker Menschen und deren Angehörigen zum Ziel gesetzt haben, sind unter dem Vorsitz von Dr. Valentin Hoß beteiligt.

Den Veranstaltungsreigen beginnt am Donnerstag, 27. September, um 19 Uhr mit der Eröffnung einer Fotoausstellung mit Werken von Michael Hagedorn im Küchenstudio „Kompass“ in Mosbach. Hagedorn ist Initiator und Vorstand der bundesweit tätigen Aktivierungskampagne „Konfetti im Kopf“, welche die motivierende Kraft von Kunst, Kultur und Begegnung nutzt, um die breite Öffentlichkeit für das Thema Demenz zu sensibilisieren. „Konfetti im Kopf“ (www.konfetti-im-kopf.de) nennt Hagedorn sein Herzensprojekt und wird nicht Müde, um Unterstützung zu werben, „damit wir auch in Zukunft unsere Arbeit für und mit Menschen mit Demenz fortsetzen können.“

„Das Auge sollte lernen zuzuhören, bevor es sieht.“ Für die Arbeit des Fotografen Michael Hagedorn mit seinem Schwerpunkt in den Bereichen Senioren und Portrait wurde dieser Anspruch eines seiner fotografischen Vorbilder zu einer Art Leitsatz. Besonders ältere Mitmenschen sind es nämlich, die bewegende, spannende und heitere Geschichten aus ihren Leben zu erzählen wissen. Und wenn man etwas Zeit mitbringt, so Hagedorns Credo, dann erkennt man, dass sich diese Lebensgeschichten in faszinierenden Gesichtern widerspiegeln. Erst dann entstehen die wirklich kraftvollen Bilder.

Spannender als exotische Länder

An der Tür eines Nachbarn zu klopfen, findet er, der als Fotograf für Magazine wie „GEO“ oder „Mare“ alle Kontinente bereist hat, ohnehin spannender als in exotische Länder zu verreisen. Die universellen Themen des Lebens wie Geburt, Kindheit, Alter oder Tod sind es daher auch, die Michael Hagedorn seit jeher besonders faszinieren und denen er intensiv mit der Kamera nachzuspüren versucht. Respekt und Neugier sind für ihn dabei die Schlüssel zum Gelingen.

Für Ministerien, Stiftungen und Unternehmen aus der Altenpflege konzipiert und produziert Michael Hagedorn umfangreiche Projekte. So entstanden zum Beispiel für einen Pflegeheimbetreiber insgesamt ach Jahreskalender. Bewohnern der Senioreneinrichtungen wurden lang gehegte Wünsche erfüllt („Ein Traum wird wahr“), sie kehrten für einen Tag in ihren alten Beruf zurück („Mit Leib und Seele“) oder erzählten bewegende Geschichten aus ihrer Heimat. Mit der Kamera hielt Michael Hagedorn diese besonderen Momente fest.

Von Konzert bis Theater

Ein Konzert mit dem „Ensemble Polychrome“ in der evangelischen Kirche in Buchen ist am 30. September um 17 Uhr, am 6. Oktober um 10 Uhr gibt es ein Generationenfrühstück im Küchenstudio „Kompass“ in Mosbach und am 7. Oktober wird um 15 Uhr am gleichen Ort ein Buch zum Thema „Fingerfood“ mit einer Talkrunde vorgestellt. In vielen Seniorenhäusern der Region ist Clown „Seppelino“ bereits bekannt. Seine Besuche sind stets persönlich, er unterhält sich mit den Menschen, tätschelt hier und da eine Hand oder verteilt auch mal ein Clown-Küsschen. Er ist in einem Theaterstück am 10. Oktober um 18.30 Uhr im Pfarrheim in Mudau zu erleben. Im Anschluss gibt es eine Talkrunde mit Mitgliedern des Arbeitskreises. Zum großen Kochevent im Küchenstudio „Kompass“ kommt am 14. Oktober von 14 bis 17 Uhr Alfons Schuhbeck. Er kocht Fingerfood und gibt nützliche Tipps.