Neckar-Odenwald

Arbeitsitzung der CDU Kreis-Senioren-Union Im Johanniterhaus Tannenhof in Mosbach getagt

Die Erfahrung einbringen

Archivartikel

Neckar-Odenwald-Kreis.Hans Rüdinger dankte Claus Bernhold, stellvertretender Bundesvorsitzender der CDU-SU, für sein Kommen. Resümee aus seinem Vortrag und der Diskussion: 21 Millionen Menschen in Deutschland sind über 60 Jahre. Sie stellen über ein Drittel der Wahlberechtigten und ihr Anteil wächst durch den demografischen Wandel noch mehr.

Die Senioren müssen ihr Wissen, ihre Erfahrung, ihr „noch“ Können in die Gesellschaft einbringen. Es müsse von der Gesellschaft aktiv genutzt werden, um die problematischen Aufgaben – nicht nur des demografischen Wandels – richtig und gerecht abzuarbeiten. Die Flexibilisierung des Rentenbeginns sei ein sinnvoller Anfang. Aber jede Aufstockung der Rentenansprüche zu Lasten der heute noch fest im Beruf Stehenden sei schon mehr als fragwürdig. Vielmehr müsse das Aktivsein als Rentner attraktiv gemacht werden: Keine Steuern, keine Abgaben auf diese Zusatzeinkommen! Diese selbsterzielte Verdienstaufstockung würde noch aktive, erfahrene Senioren mobilisieren.

Die Ärzteversorgung im ländlichen Bereich attraktiv zu machen, sei auch Aufgabe der Kommunen, so die Senioren-Union. Noch Mitte des letzten Jahrhunderts bauten Kommunen Krankenhäuser, Apotheken, Lehrerwohnungen, Altenheime, boten günstige Mieten und Bauplätze. Heute gehe alles nur über Investoren.

Dann befassten sich die Senioren der Union mit den Neuwahlen in den Gemeinden und Europa. Auch über uns schwebe das Damoklesschwert einer neuen Bundestagswahl, da die Politiker die Verbindung zur Basis und auch das Vertrauen der Basis verloren hätten. Die Senioren fordern daher, die Mandatszeiten auf drei Perioden zu begrenzen, um die Verbindung zur Basis zu erhalten, Flexibilität zu garantieren, Änderungen umzusetzen. Hans Rüdinger stellte noch die Reise nach Wien im Oktober vor und dankte für die kreative Diskussion. LRJ