Neckar-Odenwald

Vollversammlung der Handwerkskammer Betriebe in der Region sind im Plus

Die Friseure führen die „Hitliste“ an

Archivartikel

Neckar-Odenwald-Kreis.Vor den Delegierten der Vollversammlung der Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald hat der Präsident der Kammer, Alois Jöst, im Rahmen der 125. Sitzung das Jahr 2018 bilanziert. Dabei konnte Jöst eine Zunahme der Betriebe um insgesamt 45 im Kammergebiet feststellen auf nunmehr 12 497 Betriebe. Das entspreche einer Steigerung um 0,3 Prozent, so eine Mitteilung der Handwerkskammer Rhein-Neckar-Odenwald.

Verteilung unterschiedlich

Dabei falle die Verteilung allerdings sehr unterschiedlich aus, so Jöst weiter. „Deutlich rückläufig waren die Zahlen in Mannheim mit minus 45 Unternehmen, jetzt bei 3065. Heidelberg zeigte sich stabil mit plus zwölf Betrieben und liegt jetzt bei 1081“, so Jöst.

Auch habe sich der Neckar-Odenwald-Kreis mit einem Plus von 28 Unternehmen stabilisiert und weise insgesamt 1768 Betriebe auf, so der Kammerpräsident weiter.

„Den Spitzenplatz behauptet weiterhin der Rhein-Neckar-Kreis mit einem Plus von 45 Betrieben und insgesamt 6583 Betrieben“. Jöst wies darauf hin, dass in Berufen der Anlage A, die für die selbstständige Ausübung einen Meistertitel benötigen, ein Rückgang von 28 Betrieben festzustellen sei und auch die Betriebszahlen der Anlage B2, der handwerksähnlichen Gewerbe, mit minus neun Betrieben rückläufig seien. Gestiegen sei dagegen die Zahl der Unternehmen um 77 auf nunmehr 3006 Betriebe im Bereich B1, also der Berufe, die man ohne Meistertitel führen könne, ja noch nicht einmal eine Ausbildung benötigen würde.

Von den Gewerken bildet das Elektro- und das Metall-Handwerk die stärkste Gruppe mit 3363 Betrieben, gefolgt von den Gesundheitshandwerken mit 3132 Unternehmen. Das Bau- und Ausbauhandwerk bilden 2979 Betriebe ab, gefolgt von Holz (1053), Textil (942) und Nahrung (452) sowie Sonstigen (576).

Insgesamt arbeiten 86 800 Menschen in den Handwerksunternehmen der Region und es werden 4489 junge Menschen ausgebildet. Gemeinsam erwirtschaften sie einen Umsatz von 6,49 Milliarden Euro, ein Plus von 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Bei der „Hitliste“ der Handwerksberufe liegen die Friseure – wie im Vorjahr – an erster Stelle mit 1283 Betrieben (plus neun).

An zweiter Stelle rangieren die Fliesen-, Platten- und Mosaikleger mit 946 Unternehmen, gefolgt von den Kosmetikern (816), Kraftfahrzeugtechniker (797) und Elektrotechniker (745).

Investitionen notwendig

An die Politik gerichtet, forderte der Kammerpräsident in seinem Rechenschaftsbericht notwendige Investitionen in eine zukunftsfähige wirtschaftliche wie öffentliche Infrastruktur. „Insbesondere muss darauf hingearbeitet werden, dass Bürokratie abgebaut und Freiräume für Innovationen in den Betrieben geschaffen werden, um ein starkes und zukunftsfähiges Handwerk zu stärken“, so Kammerpräsident Jöst abschließend.