Neckar-Odenwald

Wohn- und Pflegezentrum Hüffenhardt Festakt zum 60-jährigen Bestehen / Rückblick auf Historie / Gute Verbindung zur Gemeinde hervorgehoben

Einrichtung steht „wirklich top“ da

Archivartikel

Nicht als steifer Festakt, sondern vielmehr als fröhliche Feier wurde das 60-Jahr-Jubiläum des Wohn- und Pflegezentrums Hüffenhardt am Donnerstagabend begangen.

Hüffenhardt. Landrat Dr. Achim Brötel, zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der Neckar-Odenwald-Kliniken, übernahm bei der Feier zum 60-jährigen Bestehen des Wohn- und Pflegezentrums Hüffenhardt den Part des Rück- und Ausblicks, während Wolfgang Kailer als „gute Seele des Hauses“ die passende bildlich-musikalische Untermalung beisteuerte. Die Feiernden waren sich einig: Gemeinde und Pflegezentrum gehören zusammen.

Bereits der musikalische Auftakt durch Kailer, Leiter der Alltagsbeggleitung, in seiner gesanglich vorgetragenen Interpretation von „You raise me up“ (Version von Josh Groban) bot einen atmosphärisch-stimmigen Einstieg in den Abend. Nicht umsonst nannte Brötel ihn zu Beginn seiner Rede „unseren hauseigenen Generalmusikdirektor“. In seiner Begrüßung freute er sich über die zahlreich erschienenen Geburtstagsgäste, und hieß als Ehrengäste, neben den weiteren Rednern, namentlich willkommen: MdL/Aufsichtsrat Georg Nelius, Kreisrat/Aufsichtsrat Karl Heinz Neser („Ihm verdanken wir den entscheidenden Impuls dafür, dass diese Jubiläumsfeier heute überhaupt stattfindet“), Pfarrer Fritjof Ziegler sowie alle übrigen Vertreter aus Politik und Kliniken.

Blick in die Geschichte

Anschließend ging Brötel in einem Rückblick auszugsweise auf die vergangenen 60 Jahre des Geburtstagskinds ein: 1937/1938 Bau Vorläufergebäude durch die Gemeinde Hüffenhardt als „Haus für die Jugend und die Bürgerschaft“; bei Kriegsbeginn weitere verschiedene Funktionen; später Anmietung durch den Landkreis Mosbach und Nutzung als Unterkunft für Heimatvertriebene; 1955 Erwerb des gesamten Areals mit angrenzendem Gelände durch den Landkreis; 1956 Neubau Bettentrakt; 24. April 1958 Einweihung Bettentrakt – „Dieses Datum markiert für uns deshalb heute die Geburtsstunde unseres Wohn- und Pflegezentrums“; 1960 Einweihung neues Wirtschaftsgebäude und später weitere Baumaßnahmen; 1973 Eigentumsübergang auf Neckar-Odenwald-Kreis in Rechtsnachfolge; ab Anfang 1980er Jahre Wandel zur Einrichtung mit pflegefachlicher Betreuung; 1986 Generalsanierung, Umbau und Erweiterung; 28. Juni 1990 offizielle Einweihung „Pflegeheim mit Wohncharakter“; anschließend fortlaufende Baumaßnahmen; 2. März 2007 Einweihung erweitertes Kreisaltersheim, Zuordnung zur Neckar-Odenwald-Kliniken gGmbH; 2011 offizielle Umbenennung in „Wohn- und Pflegezentrum“; bis 2017 weitere Baumaßnahmen.

Groß und modern

„Heute steht unser Wohn- und Pflegezentrum mit seinen 133 Pflegeplätzen wirklich top da“, so Brötel. „Eine der größten und modernsten stationären Pflegeeinrichtungen im gesamten Kreis. Und die künftigen Vorgaben zur Umsetzung der Landesheimbauverordnung sind in den allermeisten Fällen auch bereits erfüllt, jüngst wieder bestätigt bei der Begehung durch die Heimaufsicht“. Brötel stellte zwei Besonderheiten, die aus seiner Sicht das Wohn- und Pflegezentrum in hervorragender Weise auszeichneten, heraus. „Das ist zum einen die ausgesprochen persönliche, sogar schon familiäre Atmosphäre, die hier herrscht. Und außerdem die ausgesprochen enge, regelrecht innige Verbindung mit der Sitzgemeinde Hüffenhardt. Hier ist in Jahren und Jahrzehnten etwas gewachsen. Vor allem deshalb, weil man es aktiv gesucht und gepflegt hat“.

Zusätzliche Pflegeplätze nötig

Größter Pluspunkt seien sicherlich die Mitarbeiter. Große Verdienste habe sich zudem der frühere Heimleiter Michael Hummel erworben, ebenso wie der an diesem Tag gesundheitlich verhinderte Nachfolger Thomas Walldorf. „Mittel- und langfristig werden dringend zusätzliche Pflegeplätze, aber auch ganz andere Pflegestrukturen benötigt“, blickte Brötel dann voraus. „Aus unserem aktuellen Seniorenbericht vom Juli 2018 geht allein im Neckar-Odenwald-Kreis ein zusätzlicher Bedarf von vermutlich mehr als 500 Pflegeplätzen hervor“.

In dem von Wolfgang Kailer gestalteten Film „60 Jahre Wohn- und Pflegezentrum“ wurden diese Informationen mit Bildern und Eindrücken visuell eindrucksvoll verdeutlicht. Nach großem Beifall betonte Bürgermeister Walter Neff in seinem folgenden Grußwort: „Das Haus, als einer der größten Arbeitgeber vor Ort, steht heute exzellent da. Die Einwohner identifizieren sich damit und gehen gerne ein und aus“. Mit den Schlussworten von Kliniken-Geschäftsführer Norbert Ahrens, der allen Beteiligten umfassend Dank aussprach, endete der offiziellen Teil der Geburtstagsfeier.