Neckar-Odenwald

Gemeinderatssitzung in Limbach Sanierungsgebiet im Ortskern vorgestellt

Große Chance für Entwicklung

Archivartikel

Limbach.Eine wahrlich heiße Sitzung des Limbacher Gemeinderates, die allerdings ausschließlich auf die Temperaturen zurückzuführen war, fand am Donnerstagabend statt, zu der Bürgermeister Thorsten Weber auch einige interessierte Zuhörer begrüßen durfte. Vor der Sommerpause musste der Gemeinderat eine umfangreiche Tagesordnung abarbeiten.

Paul Kessler vom Regionalbüro Karlsruhe der Kommunalentwicklung GmbH gab tiefgreifende Informationen zu einem möglichen Sanierungsgebiet im Ortskern von Limbach, das sowohl er als auch der Bürgermeister als große Chance für die künftige Entwicklung sahen. Die umfangreichen Informationen wurden von den Gemeinderäten positiv aufgenommen und man war sich am Ende einig, in ein Antragsverfahren im Herbst einzusteigen, nachdem zuvor die Abgrenzung des Gebietes im Gemeinderat beschlossen wird.

Finanzen im Blick

Die Gemeinderäte wurden, wie halbjährlich üblich, von Kämmerer Klaus Rhein über den Stand des Haushaltsvollzugs in den Teilhaushalten und im Gesamthaushalt unterrichtet. Die Finanzen der Gemeinde entwickeln sich im Rahmen der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen positiv, auch wenn gewisse Risiken nicht auszuschließen sind und im achten Jahr des Wirtschaftsaufschwungs die Gefahr von Rückschlägen steigt. Der Bürgermeister wies darauf hin, dass im Rahmen vieler Ausschreibungsergebnisse die zusätzlichen Einnahmen durch die höheren Kosten bei den Maßnahmen auch benötigt werden. Insgesamt war man sich im Gremium einig, die sich unter dem Strich nur leicht verbessernde Liquidität wo immer möglich für die laufenden beziehungsweise anstehenden großen Vorhaben zu nutzen, zumal diese ohne zusätzliche Kreditaufnahmen nicht zu stemmen sein werden. Viele in diesem Jahr geplante Maßnahmen müssen darüber hinaus in das kommende Jahr verschoben werden, da die beantragten Fördermittel nicht bewilligt wurden. Auch die hierfür benötigten Geldmittel müssen im Blick bleiben.

Der Bauboom macht auch vor der Gemeinde Limbach nicht halt. Bereits fünf der im nächsten Jahr insgesamt zur Erschließung anstehenden zehn Bauplätze auf der Gemarkung Limbach, davon sieben in gemeindlicher Hand, sind bereits vorreserviert. Eine vereinfachte Änderung des Bebauungsplanes „Billäcker“ ist erforderlich. Dem von Hauptamtsleiterin Birgit Guckenhan vorgestellten Plankonzept, das neu auch eine Buswendemöglichkeit vorsieht, wurde zugestimmt und für die Offenlegung freigegeben.

Anschließend beschäftigte sich der Gemeinderat mit drei Auftragsvergaben. Sowohl dem Vorhaben der Umverlegung der Ver- und Entsorgungsanlagen sowie der Neugestaltung einer Wendeanlage in der Stichstraße „Tiefe Wiesen“ in Limbach, beides notwendig für den im nächsten Jahr beginnenden Schulbau, zum Angebotspreis von 212 883 Euro an die Firma Kispert Bau GmbH aus Limbach, als auch der Erneuerung der Beschallungsanlage der Grundschule in Laudenberg an die Firma Münch GmbH aus Krumbach zum Angebotspreis von 10 890 Euro wurde zugestimmt. Der Auftrag der Erneuerung der Fenster im Obergeschoss des „Hällele“ in Heidersbach vergab der Gemeinderat zum Angebotspreis von 14 703 Euro an die Firma Sauer aus Heidersbach.

An das Ingenieurbüro Simon wurden drei Aufträge für insgesamt 35 300 Euro vergeben. Dabei handelt es sich um eine Eingriff-Ausgleich-untersuchung für den Bereich des Bebauungsplans „Billäcker IV“ in Limbach und zwei grünordnerische Beiträge samt den jeweiligen Eingriffs-Ausgleichs-Untersuchungen für die beiden Gewerbegebiete „Am Kalten Brunnen II“ in Krumbach und „Hilbertsfeld“ in Limbach.

Darlehensaufnahme

Anschließend stellte Bauamtsleiter Uwe Grasmann insgesamt fünf Baugesuche vor, die allesamt Zustimmung des Gremiums fanden. Einstimmig stimmte der Gemeinderat einer Darlehensaufnahme bei der L-Bank BW über 900 000 Euro mit einer Zinsbindung von zehn Jahren und zu einem Zinssatz von 0,23 Prozent zu.

Der Bürgermeister teilte mit, dass es keine Genehmigungspflicht für Schrottsammlungen mehr gäbe, jedoch immer mal wieder Sammlungen ohne entsprechende Gewerbeanmeldung stattfinden würden. Diese Aktionen müssen im Auge behalten werden. Bei Zweifeln sollte sich die Bevölkerung bei der Gemeinde melden. Weiter gab er den Termin für die nächste Kommunalwahl bekannt, der auf den 26. Mai 2019 festgelegt wurde. An diesem Tag wird auch die Europawahl stattfinden. Die Sitzung schloss mit diversen Anfragen und Anregungen aus dem Gemeinderat, wobei hier insbesondere die vom Bürgermeister initiierte Spendenaktion für die Gemeindespielplätze ausdrücklich begrüßt und gleich zwei schöne Geldspenden angekündigt wurden.