Neckar-Odenwald

Gemeinderat tagte Jahresrechnung 2016 festgestellt / "Gemeindeverwaltung hat gut gewirtschaftet" / Gesamtergebnis hat die Erwartungen übertroffen

Höpfingen und Waldstetten als Wohnort interessant

Höpfingen.In der Gemeinderatssitzung 7. August hatte Bürgermeister Adalbert Hauck die Jahresrechnung mit der Sonderrechnung Wasserversorgung für das Haushaltsjahr 2016 eingebracht. In der Sitzung am Montag, stellte der Gemeinderat die beiden Zahlenwerke einstimmig fest.

Das Haushaltsjahr 2016 gestaltete sich wesentlich besser als gedacht, wie Bürgermeister Adalbert Hauck eingangs darlegte. Im Verwaltungshaushalt erhöhten sich die Einnahmen und Ausgaben auf 6 385 111 Euro. Die Zuführung an den Vermögenshaushalt erhöhte sich auf 498 197 Euro. Niedriger fielen im Vermögenshaushalt allerdings die Einnahmen und Ausgaben aus ( je 719 581,49 Euro , Ansatz von 820 500 Euro). Des Weiteren konnten der Rücklage 199 704,26 Euro zugeführt werden. Diese stieg somit auf 829 572,67 Euro. Der Schuldenstand der Gemeinde verringerte sich durch die Tilgung von 159 685 Euroauf 1 575 751,40 Euro. Das ergab eine Pro-Kopf-Verschuldung von 526,48 Euro.

Bei der Sonderrechnung Wasserversorgung betrugen 2016 die Erträge und Aufwendungen bei einem Jahresgewinn von 35 852,17 Euro je 531 522 Euro (Planansatz 525 000 Euro). Im Vermögensplan gab es eine Unterdeckung von 86 975,91 Euro. Der Wasserverlust erhöhte sich auf 20,8 Prozent, der Schuldenstand verringerte sich von 2 005 282 Euro auf 1 957 896 Euro (Pro-Kopf-Verschuldung betrug 654,16 Euro).

"Ein Lob an alle Verantwortlichen der Verwaltung und die Dienstleister der Wibera dafür, dass die Jahresrechnung zu einem so frühen Zeitpunkt vorgelegt wurde", eröffnete Martin Sauer als Sprecher der CDU-Bürgerliste die Aussprache.

Martin Sauer, CDU

Auf den Verwaltungshaushalt eingehend, nannte er es erfreulich, dass auf der Einnahmenseite die erhöhten Schlüsselzuweistungen des Landes und die Mehreinnahmen beim Holzverkauf zu Buche schlagen. Bei den Ausgaben hätten sich die Weniger-Ausgaben beim Personal und der Abwasserbeseitigung positiv ausgewirkt. So habe man eine ansehnliche Zuführung an den Vermögensbaushalt erzielen können. Insgesamt habe die Gemeindeverwaltung gut gewirtschaftet.

Als erfreulich bezeichnete Sauer auch die Einnahmen bei der Gewerbesteuer, habe man sich doch über ein außerplanmäßiges Plus von 78 Prozent freuen können. Was den Vermögenshaushalt betreffe, habe die Gemeinde Mehr-Einnahmen von 80 000 Euro beim Verkauf von Bauplätzen registrieren können. "Höpfingen und Waldsstetten sind als Wohnort interessant", so Martin Sauer in diesem Zusammenhang. Nun stehe die "Heidlein"-Erweiterung in den Startlöchern.

In die richtige Richtung, so eine weitere Festellung von Martin Sauer, zeige die Entwicklung des Schuldenstandes. Die Wasserversorgung sei bei Wassermeister Arnold Koller und dessen Stellvertreter Sven Schäfer in guten Händen.

Martin Wild, SPD

Auch der Sprecher der SPD-Fraktion, Martin Wild, begann sein Statement mit einem Dank an Bürgermeister und Kämmerer für die frühe Vorlegung der Jahresrechnung. Sodann lobte er ebenfalls das Rechnungsergebnis, das besser ausgefallen sei als geplant. "Unter dem Stricht gibt es also nichts zu bemängeln", so dessen Lob.

Doch habe die SPD-Fraktion die Feststellung der Jahresrechnungaber auch zum Anlass genommen, verschiedene Sachverhalte anzusprechen und eventuelle Alternativen bei der zukünftigen Handhabung diskutiert. Zu erwähnen seien hier die noch nicht abgeschlossenen Vorhaben wie die B 27 im Bereich Friedhof, die Vereinshalle sowie die besorgniserregenden Kosten der Festhalle und der Waldhütte.

Zum Thema "Sonderrechnung Wasserversorgung", erwähnte Martin Wild kritisch die leicht rückläufige Abgabe der Wassermenge sowie den leicht angestiegenen Wasserverlust. Auch habe man die geplante Konzessionsabgabe in Höhe von 51 000 Eum nicht erwirtschaften können. Bei den steigenden Personal- und Unterhaltungskosten schlage die SPD die seit Jahren angemahnte Zusammenarbeit mit den beiden Nachbargemeinden Walldürn und Hardheim vor.

Herbert Frisch, Freie Wähler

"Das Gesamtergebnis der Jahresrechnung 2016 für die Gemeinde Höpfingen ist sehr gut ausgefallen und hat die Erwartungen gar übertroffen." Dieses Resümee zog Herbert Frisch, Sprecher der Fraktion der Freien Wähler, zu Beginn seiner ausführlichen Haushaltsrede. Er hob ebenfalls besonders die hohe Zuführungsrate an den Vermögenshaushalt sowie die Erhöhung der Rücklage hervor. Mit zum postiven Ergebnis hätten auch der Gewinn der Forstwirtschaft sowie der höhere Erlös von verkauften Bauplätzen beigetragen. Dank dieser erfreulichen Zahlen habe die Gemeinde die Verschuldung planäßig weiter zurückführen können.

"Bedingt durch diese stimmigen Zahlen sind wir bei der Weiterentwicklung des Ortstels Höpfingen einen schönen Schritt vorangekommen." Frisch sprach in diesem Zusammenhang den Friedhof in Höpfingen, die Erneuerung der Heizungsanlage im Rathaus sowie die Stadtsanierung mit der Erneuerung der Kirchenstraße, Friedensstraße, Engelgasse, dem Pfarrer-Künzler-Weg und der Baumstraße an.

Leider gebe es im Ortstel Waldstetten noch viele offene Baustellen wie die fällige Sanierung der neuen Schule, den Ausbau der Dr. Thomas-Nörber-Straße sowie den Friedhof.

Alle drei Fraktionssprecher dankten nach ihren Reden der Verwaltung mit Bürgermeister Adalbert Hauck und Kämmerer Helmut Böhrer an der Spitze für die geleistete Arbeit im Jahr 2016.

Einstimmig trafen die Gemeinderäte sodann die Feststellung der Jahresrechung sowie der Sonderrechnung Wasserversorgung für das Haushaltsjahr 2016. (ck)