Neckar-Odenwald

Wohn- und Pflegezentrum Hüffenhardt Convivo Unternehmensgruppe aus Bremen hat als Betreiber abgesagt / Das Unternehmen „Domus Cura“ hat Interesse

Jan Egenberger: „Die Gespräche laufen derzeit gut“

Archivartikel

Neckar-Odenwald-Kreis.Die Convivo Unternehmensgruppe aus Bremen will nun doch nicht das Wohn- und Pflegezentrum Hüffenhardt (WPZ) der Neckar-Odenwald-Kliniken betreiben. Dies bestätigte sie am Freitag den Fränkischen Nachrichten. Die Gruppe wollte eigentlich – so wurde es im Mai bei einer nichtöffentlichen Sitzung des Kreistags angekündigt – das Zentrum nahtlos weiterführen, so dass die vorhandenen Pflege- sowie auch die Arbeitsplätze erhalten bleiben. Jedoch stehen die Neckar-Odenwald-Kliniken auch nach der Absage nicht mit leeren Händen da: mit „Domus Cura“ gibt es einen neuen Interessent.

„Das Projekt ist nicht zustande gekommen und wir haben es schon seit längerem abgesagt“, teilte Britta Lühring von der Convivo Unternehmensgruppe auf FN-Nachfrage schriftlich mit. Weitere Details könne man „leider nicht nennen“. Zur Beantwortung weiterer Fragen wird auf den Geschäftsführer der Neckar-Odenwald-Kliniken, Frank Hehn, verwiesen.

Der vorgesehene Betreiber, die Convivo Unternehmensgruppe aus Bremen, habe – nachdem sich der Kreistag im Mai mit großer Mehrheit für den Verkauf des Wohn- und Pflegezentrums Hüffenhardt ausgesprochen hatte –intensive Gespräche vor Ort aufgenommen, so Jan Egenberger, Pressesprecher des Landratsamtes, auf FN-Nachfrage. Nach einer Detailprüfung habe die Convivo Unternehmensgruppe nun aber mitgeteilt, dass sie das Heim nicht betreiben wolle. Die Klinikleitung habe daher direkt im Anschluss Gespräche mit einem weiteren Interessenten begonnen, der bereits Pflegeheime in der Region betreibe. Einen Namen wollte der Pressesprecher jedoch weder nennen noch bestätigen. „Die Gespräche laufen derzeit gut, deren Ausgang ist jedoch offen“, so Egenberger. Das Landratsamt rechne nicht damit, dass vor der Sommerpause ein Ergebnis zu erwarten ist. Das bedeute, dass der neue Aufsichtsrat und der neue Kreistag sich im Herbst erneut mit der Angelegenheit befassen werden. Der Aufsichtsrat und die Mitarbeiter seien von der Klinikleitung darüber informiert worden.

Der neue Interessent – das Unternehmen „Domus Cura“ – gab sich offener als das Landratsamt. Geschäftsführer Gerhard Göttert bestätigte auf FN-Nachfrage die laufenden Gespräche. In 14 Tagen würden diese vertieft und dann könne man vielleicht mehr sagen. borg