Neckar-Odenwald

Sitzung der SPD-Kreistagsfraktion Politiker diskutierten über Jugendsozialarbeit und ÖPNV-Netz / Mobilität im Landkreis auf der Agenda

Karl-Heinz Graner: „Unser Raum muss besser erschlossen werden“

Archivartikel

Neckar-Odenwald-Kreis.„Unser ländlicher Kreis muss in einigen Bereichen noch besser erschlossen und gefördert werden“, lautete nach Angaben der Fraktionsvorsitzenden Heide Lochmann das Fazit der SPD-Kreistagsfraktion. Drei Schwerpunkte diskutierte die Partei in ihrer jüngsten Sitzung in Mosbach.

Zur Förderung der Jugendsozialarbeit an Schulen betonte Joachim Mellinger: „Es war uns als SPD immer wichtig, Schulsozialarbeit zu fördern. Wir sehen die Notwendigkeit der Förderung auch weiterhin für alle am Schulleben Beteiligten und unterstützen die Fortführung der Drittelfinanzierung durch den Landkreis.“ Auch der vom Landkreis aufgelegte und finanzierte Jugendfonds gebe etwas Spielraum, um außergewöhnliche Projekte, wie auch die Jugendhäuser, zu unterstützen. „Bei der Organisation der Kindertagespflege sehe ich noch Optimierungsmöglichkeiten“, stellte Dr. Dorothee Schlegel fest. Sie regte an, wie in den anderen Landkreisen bereits üblich, Doppelstrukturen zu vermeiden. Die Geburtenrate im Landkreis steige, Kinder, Eltern und Träger von Einrichtungen seien daher bestmöglich und sorgfältig zu begleiten.

„Der ÖPNV kennt keine Grenzen“, so Karl-Heinz Graner. Die Fraktion war sich einig, dass über den Schulbusbetrieb hinaus neue Buslinien oder Regiobusse einzuführen zwar besser sei als der Individualverkehr. Aber die SPD stehe für die größtmögliche Nachhaltigkeit und die bedeute Schienenverkehr. Ob solche Buslinien angenommen werden und sich finanzieren, läge auch an der Planung und am Zusammenspiel mit dem sonstigen ÖPNV – über Landkreisgrenzen hinaus, wobei die Tourismusförderung zu begrüßen ist. Dazu seien beispielsweise kostenlose oder verbilligte Tourismus-Tickets zu prüfen und einheitliche Verbundtickets, um den Neckar-Odenwald-Kreis noch attraktiver zu machen.

„Unser Raum muss besser erschlossen werden“, so Graner. Daher setze die SPD-Fraktion große Hoffnung auf den von ihr vorgeschlagenen Mobilitätskongress im Landkreis, der im September stattfinden wird. Nachhaltig kann ein solcher Kongress jedoch nur werden, wenn das bestehende ÖPNV-Netz im Kreis kritisch unter die Lupe genommen werde, wenn Schienenverkehr offensiv diskutiert und vor allem über die Landkreisgrenzen hinaus miteinander geplant werde. „Was beim Radewegebau – auch im touristischen Bereich – inzwischen überregional gut funktioniert, muss auch für den öffentlichen Personennahverkehr nachhaltig möglich werden“, betonte Georg Nelius.

Jegliche bessere Versorgung im Bereich der Mobilität diene auch der Erreichbarkeit der Gesundheitsdienstleistungen, der Bildungseinrichtungen, der kulturellen Angebote und mache den Kreis lebenswerter auch für Menschen ohne Auto. „Diese Vision behalten wir als roten Faden unserer Politik für den Kreis bei.“ spd