Neckar-Odenwald

Prävention Risiken einer Verbreitung der Afrikanischen Schweinepest minimieren

Neue Sammelstellen für Wildabfälle

Archivartikel

Neckar-Odenwald-Kreis.Zur Prävention der Afrikanischen Schweinepest haben die Fachdienste Forst und Veterinärwesen des Landratsamtes Neckar-Odenwald-Kreis fünf Sammelstellen für Wildabfälle aus der Jagdausübung eingerichtet und die Schlüssel in den vergangenen Wochen an die Jäger übergeben. Die sogenannten Wildverwahrstellen wurden auf Veranlassung des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz eingerichtet, um eine mögliche Verbreitung der Afrikanischen Schweinepest durch Teile von Wildschweinen zu minimieren.

Der Kreis hat die Einrichtung von fünf solcher Räumlichkeiten in Mudau, Buchen, Osterburken, Schefflenz und Neunkirchen abgeschlossen. Es handelt sich um Container mit Kühleinrichtungen und Mülltonnen, deren Verwendung für die örtlichen Jäger ab sofort möglich ist.

Seuchenprophylaxe

An den Verwahrstellen sollen Aufbrüche und andere Teile von Schwarzwild aus dem Jagdbetrieb von den Jägern gesammelt und über die Tierkörperbeseitigung, den Zweckverband Tierische Nebenprodukte Neckar-Franken mit Sitz in Hardheim, seuchensicher entsorgt werden. Die Materialien werden verbrannt und können so im Wald keine Krankheiten mehr verbreiten, sofern Erreger enthalten sein sollten.

Auch wenn die Verwendung momentan noch nicht Pflicht ist, sollen alle Reviere im Landkreis ihre Schwarzwildabfälle zur Seuchenprophylaxe entsorgen. Die Schlüssel werden von den Hegeringleitungen ausgegeben. Während der Landkreis die vom Land bezuschussten Kosten für Errichtung, Wartung, Strom und die regelmäßigen Leerungen trägt, haben die örtlichen Hegeringe der Kreisjägervereinigungen sich bereiterklärt, die Betreuung der Verwahrstellen inklusive regelmäßige Reinigung zu übernehmen.

Dr. Ulrich Bennemann, Leiter des Fachdienstes Veterinärwesen, lobt die große Bereitschaft der beteiligten Hegeringleitungen, die Seuchenprophylaxe in dieser Form zu unterstützen: „Auf unsere Jäger können wir uns in puncto Afrikanische Schweinepest verlassen. Sie machen ihre Hausaufgaben vorbildlich und zeigen, dass sie Verantwortung gegenüber Landwirtschaft und Öffentlichkeit übernehmen.“

Neben den neuen Verwahrstellen des Landkreises besteht weiterhin die Möglichkeit, Material direkt beim Zweckverband in Hardheim zu den Betriebszeiten abzugeben. Die seit Jahren bestehende Einrichtung der Kreisjägervereinigung Mosbach in Lohrbach bleibt ebenfalls weiterhin in Betrieb. lra