Neckar-Odenwald

Neckar-Odenwald-Kreis Anja Bauer aus dem Regierungspräsidium zu Besuch in den Kreisschulen

Offenes Ohr für Sorgen und Wünsche

Mosbach/Osterburken.Beeindruckt von dem vielfältigen Engagement der kreiseigenen Schulen zeigte sich Abteilungspräsidentin Anja Bauer, die auf Einladung von Landrat Dr. Achim Brötel in den Kreis gekommen war.Den Auftakt des Besuchs von Bauer, die im Regierungspräsidium Karlsruhe der Abteilung 7 (Schule und Bildung) vorsteht, machte die Gewerbeschule Mosbach. Dort stellten Schüler selbst ihre Aufgabenbereiche vor. Konfrontiert wurde Bauer aber auch mit den speziellen Problemstellungen einer beruflichen Schule im Ländlichen Raum, insbesondere den weiten Anfahrtswegen.

Ein offenes Ohr für die Sorgen aller Schulleiter der zehn kreiseigenen Schulen und des Schulkindergartens hatte Bauer bei der Gesprächsrunde in der Ludwig-Erhard-Schule in Mosbach. Neben Themen wie Kleinklassen und den Herausforderungen der Migration war es vor allem die stetig wachsende Bürokratie. Allein die Datenschutz-Grundverordnung stelle die Schulen vor kaum lösbare Aufgaben, so der Tenor. Es bestehe die Gefahr, dass die eigentliche Aufgabe der Schulentwicklung aufgrund der Vielzahl formeller Aufgaben, beispielsweise im Berichtswesen, leide. Hier wie auch beim Thema Arbeitsschutz zeigte Bauer Verständnis für begrenzte Ressourcen und sprach sich für einen betont pragmatischen Umgang aus. Auch werde sie die Hinweise ernst nehmen und sie, wie bereits in der Vergangenheit, weitertragen.

Unterstützung fragten die Schulleiter, je nach Ausrichtung der einzelnen Schulen, zudem bei der generalistischen Pflegeausbildung, der Digitalisierung wie den Zielvereinbarungen an. Einig war man sich, dass in der Sonderpädagogik ein Fachkräftemangel deutlich spürbar sei. „Die Studienplätze wurden schon erhöht, aber derzeit sind Engpässe vor allem in den ländlichen Regionen kaum vermeidbar“, so Bauer.

Die dritte Station der Bereisung war das Ganztagsgymnasium Osterburken, wo Schulleiterin Regina Krudewig-Bartel das pädagogische Konzept vorstellte, das auch Einzug in die Architektur des Gebäudes gefunden habe. Deshalb sei man froh, dass die Sanierung (die FN bericheten) den architektonischen Kern des Hauses nicht maßgeblich verändere.

Anja Bauer, die von der Referatsleiterin für berufliche Schulen, Abteilungsdirektorin Katrin Höninger, begleitet wurde, bedankte sich abschließend für den interessanten Tag. Sie habe eine Fülle von Eindrücken und Anregungen mitgenommen, die sie gern ins Regierungspräsidium, aber auch an das Kultusministerium tragen werde.