Neckar-Odenwald

Brandanschlag auf Moschee in Laufen Polizei durchsuchte Wohn- und Geschäftsräume im Raum Heilbronn und Neckar-Odenwald

Sechs Tatverdächtige festgenommen

Heilbronn/Neckar-Odenwald-Kreis.Im Raum Heilbronn und im Neckar-Odenwald-Kreis sind gestern Morgen zehn Wohn- und Geschäftsräume von rund 200 Einsatzkräften der Polizei durchsucht worden. Dies teilten die Staatsanwaltschaft Stuttgart, das Landeskriminalamt Baden-Württemberg und das Polizeipräsidium Heilbronn in einer gemeinsamen Pressemeldung mit. Bei den Durchsuchungen wurden unter anderem wegen des Verdachts des versuchten Mordes und wegen versuchter Brandstiftung vier türkische und ein syrischer Staatsangehöriger im Alter von 19 bis 30 Jahren vorläufig festgenommen. Gegen einen weiteren 23-jährigen türkischen Tatverdächtigen wurde Haftbefehl erlassen. Die sechs Männer stehen im Verdacht, für den Brandanschlag auf eine Moschee am 9. März in Lauffen im Raum Heilbronn verantwortlich zu sein.

Beweismaterial sichergestellt

Am Einsatz unter der Leitung des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg waren auch Kräfte des Polizeipräsidiums Heilbronn und Spezialkräfte des Polizeipräsidiums Einsatz beteiligt. Bei den Durchsuchungen wurde umfangreiches Beweismaterial wie schriftliche Unterlagen, Mobiltelefone, mehrere Computer und digitale Speichermedien sichergestellt, welche die Behörden auswerten. Im Fall des Brandanschlages auf die Moschee in Lauffen hatten die Staatsanwaltschaft Stuttgart und das Landeskriminalamt am 10. März in Kooperation mit dem Polizeipräsidium Heilbronn die weiteren Ermittlungen wegen Verdacht des versuchten Mordes übernommen. Zur Tatzeit hatten der Imam der Moschee und dessen Frau in dem neben dem betroffenen Raum liegenden Zimmer geschlafen. Verletzt wurde bei dem Anschlag niemand. Die Ermittler vermuten ein politisches Motiv.